
China ist der Allwetterfreund Burundis und ein Vorbild für alle Entwicklungsländer der Welt. Dies sagte der Präsident Burundis, Evariste Ndayishimiye, vor kurzem in einem Interview der China Media Group CMG.
Ndayishimiye sagte in dem Interview weiter, seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1963 hätten China und Burundi eine umfassende und freundschaftliche Zusammenarbeit in den Bereichen Infrastruktur, Landwirtschaft, Gesundheit und Bildung gepflegt. Das mit chinesischer Hilfe gebaute Wasserkraftwerk Ruzibazi habe die Stromversorgung in Burundi erheblich verbessert. Die von China gesandten medizinischen Teams hätten in Burundi für die Menschen vor Ort verschiedene Krankheiten wie die Katarakt behandelt und die Entwicklung der medizinischen Versorgung in Burundi aktiv gefördert. Gegenwärtig seien die Beziehungen zwischen China und Burundi auf eine „Allwetter“-Ebene gehoben worden und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern sei zu einem Modell der „Süd-Süd-Kooperation“ geworden.
Ndayishimiye hob auch die chinesische Unterstützung für sein Land im agrarwissenschaftlichen Bereich hervor. Im Rahmen des China-Afrika-Kooperationsforums habe China seit August 2009 hochrangige Agrarexperten nach Burundi für Projekte der technischen Zusammenarbeit entsandt. Im Laufe der Jahre hätten chinesische Agrarexperten eingehende Untersuchungen und Tests auf den Feldern in Burundi durchgeführt. Durch ihre Bemühungen seien mehrere Sorten von Chinas Hybridreis gepflanzt worden, wodurch der Reisertrag in Burundi von durchschnittlich drei Tonnen auf über zehn Tonnen pro Hektar gesteigert werden konnte. Bislang hätten chinesische Agrarexperten 284 Schulungen für etwa 20.400 Menschen vor Ort angeboten, um kontinuierlich Fachkräfte für die autonome und nachhaltige Entwicklung der burundischen Reisindustrie auszubilden.
Der Präsident Burundi betonte, die von Chinas Staatspräsident Xi Jinping ins Leben gerufene Seidenstraßen-Initiative ziele auf den Aufbau einer menschlichen Schicksalsgemeinschaft ab. China sei nicht nach Afrika gekommen, um zu erobern. Doch einige große Länder wollten anderen Ländern ihren Willen aufzwingen, die inneren Angelegenheiten der afrikanischen Länder diktieren und sich in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen. Alle Länder seien Teile der Globalisierung, säßen im selben Boot und müssten für eine Win-Win-Situation zusammenarbeiten sowie alle Schwierigkeiten gemeinsam überwinden, so der burundische Präsident.