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7. Deutsch-Chinesische Regierungskonsultationen: Chancen und Herausforderungen einer engen Partnerschaft

21.06.2023 16:37:46

Am 18. Juni ist der chinesische Ministerpräsident Li Qiang zu seinem ersten Auslandsbesuch in Deutschland eingetroffen. Am 20. Juni fanden in Berlin die 7. Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen unter dem Motto „Gemeinsam nachhaltig handeln“ statt. Michael Schumann, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA), äußerte seine Kommentare zu den Konsultationen. Die deutsche Wirtschaft erhoffe sich von den Konsultationen einen weiteren Ausbau der deutsch-chinesischen Beziehungen und einen verstärkten Austausch zwischen beiden Ländern, so Schumann.


„Die deutsche Wirtschaft verbindet große Erwartungen an diese Begegnungen. Zunächst einmal hoffen viele Unternehmerinnen und Unternehmer darauf, dass von diesen Konsultationen auch eine Verbesserung des deutsch-chinesischen Verhältnisses ausgeht. Dadurch, dass man sich wieder persönlich trifft, sich persönlich kennenlernt, miteinander spricht, entstehen ganz neue Möglichkeiten, auch in Dialog zu treten. Wir hoffen, dass das Verbindende das Trennende überwiegt und ein gutes Ergebnis bei diesen Konsultationen am Ende herauskommen wird.“


Klimawandel und grüne Energie sind wichtige Themen bei den Konsultationen.


„Gleichwohl finden diese Konsultationen natürlich in einer deutlich schwierigeren Situation statt als vorausgehende. Das hat zu tun mit den veränderten geopolitischen Rahmenbedingungen in Europa und auch den veränderten innenpolitischen Rahmenbedingungen hier in Deutschland. Und viele Themen, die die Diskussion in der Vergangenheit geprägt haben, werden sicherlich auch Thema dieser Regierungskonsultationen sein. An oberster Stelle wird stehen die zu erwartende China-Strategie oder Neue China-Strategie der deutschen Bundesregierung, insbesondere der Umgang mit Risiko in den deutsch chinesischen Wirtschaftsbeziehungen.“


„Es gibt nach wie vor große Chancen in der Zusammenarbeit, die sich ergeben aus der Dekarbonisierung, dem Klimaschutz. Themen, die der aktuellen deutschen Bundesregierung sehr wichtig sind, wo Deutschland nach wie vor technologisch auch sehr stark ist und wo wir viele Möglichkeiten und Chancen der Zusammenarbeit sehen. Das gleiche gilt für erneuerbare Energien. Wasserstoff, Herstellung, Aufbereitung, Speicherung, aber auch Themen der Gesundheitsökonomie, der medizinischen Forschung.“


Trotz der weltweiten schwierigen Situation glaubt Schumann, dass China seine Politik der Öffnung fortsetzen wird, und er hat Vertrauen in den chinesischen Markt.


„Wir sehen schon eine konsistente Öffnungspolitik in China und hoffen, dass sich das auch weiter fortsetzt. Das trägt natürlich in diesen sehr schwierigen Zeiten, wo sich die Welt noch immer von den Schäden der Pandemie erholt und gleichzeitig neuen ernsthaften Krisen ausgesetzt ist, trägt das zur wirtschaftlichen Erholung bei. Und auf der anderen Seite gibt es auch seitens der deutschen Wirtschaft nach wie vor großes Interesse daran, in den chinesischen Markt zu investieren und sich im chinesischen Markt neue Chancen zu erschließen. Das haben wir auch anhand der Zahlen gesehen. Wir hatten im letzten Jahr Rekord Investitionen deutscher Unternehmen in China.“

 

Michael Schumann, Vorstandsvorsitzender des BWA, spielt eine wichtige Rolle bei der Förderung der deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen. Er setzt sich dafür ein, dass deutsche Unternehmen den chinesischen Markt besser erschließen können.

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