Xi Jinping über chinesische Kulturschätze – Folge 5: Der Westsee

24.02.2023 08:00:00

Foto: VCG

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„Während ich ein Nickerchen machte, träumte ich vom Nebel und den Wellen des Westsees, während ich zwischen den Lotusblüten stocherte.“ Die Landschaft, von der dieser antike Dichter träumte, ist in der namhaften touristischen Attraktion Westsee auch heute noch zu sehen. Jahr für Jahr zieht die himmlische Schönheit der Stadt Hangzhou, Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Zhejiang, Millionen von Touristen an den Westsee, um den beschaulichen See, die schönen Gärten, antiken Tempel und eleganten Teehäuser zu genießen.

Yang Xiaoru, ehemaliger Direktor des Zentrums für den Erhalt des Kulturerbes und die Umweltüberwachung des Westsees, sagt: „Mit seinem einzigartigen Charme hat der Westsee in der chinesischen Geschichte zahlreiche Literaten angezogen. Allein das deutet auf ein reiches und bezauberndes kulturelles Erbe hin.“

Diese Ansicht teilt auch Pan Cangsang, Kurator des Westsee-Museums. Er erklärt: „Der Westsee ist einzigartig, vor allem für antike Literaten, die ihn als ihre spirituelle Heimat betrachteten.“

Auch der chinesische Staatspräsident Xi Jinping ist mit den Gegebenheiten in der Provinz Zhejiang, insbesondere dem Westsee, bestens vertraut, nachdem er sechs Jahre lang dort gearbeitet hat. Nach seiner Auffassung genießt die Stadt Hangzhou mit ihrem Westsee seit jeher den Ruf eines „Paradieses auf Erden“. Der See verfüge über eine bezaubernde Landschaft und ein reiches kulturelles Erbe, so Xi. Die zehn schönsten Attraktionen am Westsee hätten alle ihren eigenen Charme, ob aus der Nähe oder aus der Ferne betrachtet.

Wu Tao, ein Vertreter des Zentrums für den Erhalt des Kulturerbes und die Umweltüberwachung des Westsees, erinnert sich an Xi Jinpings Amtszeit in der Provinz Zhejiang: „Generalsekretär Xi war sehr angetan vom Westsee, als er in der Provinz Zhejiang gearbeitet hat. Er sagte, der Westsee beherberge viele bewegende und schöne Legenden und verbinde auch die Kulturen des Wu-Volkes, des Yue-Volkes, der Südlichen Song-Dynastie sowie der Ming- und der Qing-Dynastie miteinander. Er sagte auch, alles am Westsee, die Tempel, Pagoden und anderen kulturellen Relikte und Gebäude, seien Symbole der Geschichte.“

Die Schönheit des Westsees hat in der Geschichte verschiedenste Schicksalsschläge überstanden. Im Laufe von mehr als 2.000 Jahren wurden mehr als 20 Großprojekte unternommen, um das „Paradies auf Erden“ vor dem Verfall zu bewahren. Seit der Gründung der Volksrepublik China wurde der Westsee dreimal ausgebaggert, aber er ist immer noch vielen ökologischen Gefahren ausgesetzt. Anfang 2002, im ersten Jahr der Amtszeit von Xi Jinping in der Provinz Zhejiang, wurde offiziell ein umfassendes Schutzprojekt gestartet.

Wu Zhiying, leitender Ingenieur der Abteilung für das Management der Wassereinzugsgebiete des Westsees, sagt: „Xi kam im Jahr 2002 mit seinem Restaurierungsvorhaben her und in weniger als einem Jahr inspizierte er den Westsee dreimal. Er betonte dabei die Priorität des Schutzes. Er betonte auch, dass wir unser Bestes tun müssten, um die ökologische Umwelt, die Naturlandschaft, die Kulturdenkmäler und die historischen Stätten im Westsee-Landschaftsgebiet zu schützen.“ Für Xi sei der Westsee mehr als nur eine Landschaft und ein malerischer Ort, so Wu Zhiying. Er sei von reicher kultureller Bedeutung.

Dank der mehrfachen Restaurierung ist der Westsee heutzutage zu einem wichtigen Schaufenster für ein offenes, selbstbewusstes und bescheidenes China geworden. Im September 2016 war die Volksrepublik zum ersten Mal Gastgeber des G20-Gipfels und der Tagungsort für das Treffen der G20-Staats- und Regierungschefs war Hangzhou mit dem wunderschönen Westsee.

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