Wie China die Gesundheit der Einwohner auf dem Land schützt

11.01.2023 09:53:33


Es ist kurz nach acht Uhr, als das Telefon in der Gesundheitsstation des Dorfes Hengdi im Kreis Zhenxiong in der südchinesischen Provinz Yunnan klingelt. Wenige Minuten später zieht Chen Bo, ein 53-jähriger Dorfarzt, schnell seinen weißen Kittel an. Er nimmt seinen Medikamentenkoffer, steigt auf sein Motorrad und eilt zum Haus von Hu Jiaxing.

Hus Kinder arbeiten alle außerhalb des Dorfes. Der 80-jährige Landwirt leidet unter hohem Blutdruck und seine Frau, Ding Cuizhi, hat ein schwaches Herz. Als Hausarzt besucht Chen Bo das Paar oft. Nach dem Besuch erklärt Chen: „Nach der Infektion mit COVID-19 litten die beiden unter Atembeschwerden, Muskel- und Gliederschmerzen und zeitweise hohem Fieber. Nach drei Tagen der Behandlung ist ihr Fieber endlich gesunken.“

Der Kreis Zhenxiong hat eine Gesamtbevölkerung von 1,71 Millionen Menschen, von denen etwa 1,17 Millionen zur Landbevölkerung gehören. Es gibt 36 Dörfer mit 10.000 Einwohnern, wie Hengdi. Im gesamten Gebiet gibt es drei öffentliche Krankenhäuser auf Kreisebene, 43 städtische Kliniken und 276 dörfliche kommunale Gesundheitsstationen mit mehr als 6.300 medizinischen und technischen Mitarbeitern und 1.059 Dorfärzten.

Der 40-jährige Dorfarzt Fu Xiangpeng wohnt im Dorf Liguanying. In diesen Tagen trägt er einen Medikamentenkoffer von Tür zu Tür, übergibt „Gesundheitspakete zur Krankheitsprävention“ und zeigt den Einwohnern, wie man richtig desinfiziert. Er erklärt: „Momentan werden drei Arten von Medikamenten für zwei Monate vorbereitet, die den Bedarf des ganzen Dorfes decken können: fiebersenkende, hustenstillende und traditionelle chinesische Medikamente.“ Fu zufolge können Patienten mit leichten Krankheiten ihre Medikamente in den Gesundheitsstationen des Dorfes verschrieben bekommen. Ältere Einwohner mit Mobilitätseinschränkungen brauchten nur zu Hause warten und die Dorfärzte würden sie dann zu Hause behandeln und ihnen Medikamente verschreiben.

Der stellvertretende Bürgermeister der Kreisstadt Zhenxiong, Su Xianyu, sagt: „Derzeit stehen im gesamten Landkreis 3.000 Betten für Patienten mit COVID-19 zur Verfügung und die Vorräte an Medikamenten sind zwei- bis dreimal so groß wie üblich. Gleichzeitig wurden 62 pensionierte Ärzte und Krankenpfleger wieder eingestellt sowie eine 24-Stunden-Gesundheitsberatungsstelle eingerichtet. Außerdem wurden 37 Fahrzeuge als Krankenwagen zur Verfügung gestellt, um kostenlose Notfallüberweisungen zu ermöglichen.“

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