Deutscher Virologe Klaus Stöhr: Sondereinreisebeschränkungen gegen China unnötig

06.01.2023 16:41:34

Sondereinreisebeschränkungen gegen China sind unnötig, weil die Zahl der einheimischen COVID-19-Infizierten in Europa viel größer ist als die von Infizierten aus China.

Dies sagte der deutsche Virologe und Epidemieexperte Klaus Stöhr vor kurzem in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Mittlerweile gebe es täglich in Westeuropa schätzungsweise 100.000 neue COVID-19-Infektionen, so Stöhr weiter. Im Jahr 2019 vor dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie seien täglich circa 16.000 Chinesen nach Westeuropa gereist. Unter den schlechtesten Umständen, also wenn circa ein Drittel der chinesischen Touristen infiziert wären, sei diese Ziffer immer noch viel niedriger als die der einheimischen Infizierten in Westeuropa.

Der deutsche Experte fügte hinzu, die Behauptung, dass gewisse eingereiste Infizierte eine neue Pandemiewelle auslösen würden, habe keine Forschungsunterstützung. Maßnahmen wie zwanghafte COVID-19-Virustests seien unnötig.

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