Chinesischer Diplomat über chinesisch-amerikanische Beziehungen

31.12.2022 20:14:06

Foto: Visual People

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Jing Quan, Gesandter der chinesischen Botschaft in den Vereinigten Staaten, hat vor kurzem in einem Interview seine Meinung über die chinesisch-amerikanischen Beziehungen geäußert.

Er sagte, Chinas Politik gegenüber den Vereinigten Staaten bleibe unverändert: gegenseitiger Respekt, friedliche Koexistenz und Win-Win-Kooperation, wobei China auch seine grundlegenden Interessen entschieden wahren werde. Die USA betrachteten China als „die größte geopolitische Herausforderung“ und spielten „Demokratie gegen Autoritarismus“ hoch, was ein schwerwiegendes Missverständnis der strategischen Absichten Chinas darstelle.

Sowohl China als auch die Vereinigten Staaten hätten ihre eigenen nationalen Gegebenheiten und realen Probleme, so Jing weiter. Beide Seiten sollten sich bemühen, ihre eigenen Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. Auf dieser Grundlage könnten sie der anderen Seite einige gut gemeinte und konstruktive Vorschläge machen, aber sie sollten sich davor hüten, sich in die inneren Angelegenheiten der anderen einzumischen oder der anderen Seite gar Probleme zu bereiten.

Jing Quan sagte in dem Interview weiter, der Wettbewerb bestimme nicht die gesamten Beziehungen zwischen China und den USA , sondern der Dialog, die Koordinierung und die Zusammenarbeit seien nach wie vor die Hauptbestandteile der Beziehungen zwischen den beiden Ländern. China schätze die verschiedenen Zusagen der amerikanischen Seite. Aber was gesagt werde, müsse auch umgesetzt werden. China hoffe, dass sich diese Zusagen wirklich in der Politik niederschlagen und in die Tat umgesetzt werden.

Die Taiwan-Frage sei eine wichtige Grundsatzfrage, und es gebe hier keinen Raum für Verhandlungen, Kompromisse oder Zugeständnisse, so Jing weiter. Diese Frage sei auch der springende Punkt, der China und die Vereinigten Staaten am leichtesten in einen Konflikt führen könnte, und sei eine Frage von Krieg und Frieden. Die USA hätten wiederholt erklärt, dass sie an der Ein-China-Politik festhielten, die „Unabhängigkeit Taiwans“ nicht unterstützten, nicht für „ein China, ein Taiwan“ oder „zwei Chinas“ einträten und Taiwan nicht „zur Kontrolle Chinas benutzen“ würden. China hoffe, dass dies nicht nur Gerede sei.

Beide Seiten sollten Wege finden, die Zusammenarbeit auszubauen und die Interessenverbindungen zu stärken, um das Vertrauen und die positiven Erwartungen der Außenwelt in die chinesisch-amerikanischen Beziehungen zu erhöhen. Man müsse das Abgleiten in einen „neuen kalten Krieg“ verhindern. Man müsse trotz Differenzen nach Gemeinsamkeiten suchen und trotz Unterschieden harmonisch bleiben. Man solle am Tisch durch Dialog die wirkliche Logik und die Motive hinter der Politik und den Handlungen der jeweils anderen Seite verstehen, um Missverständnisse und Fehleinschätzungen zu vermeiden, so Jing Quan in einem Interview.

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