Gewächshäuser in der Wüste Gobi schreiben Erfolgsgeschichte

29.12.2022 08:00:05

„Dies ist die letzte Tomatenernte in meinem Gewächshaus noch vor Ende dieses Jahres, die allesamt für schätzungsweise 30.000 Yuan RMB verkauft werden soll.“ In einem Gemüseanbaugebiet in der Wüste Gobi in der Region Aksu im nordwestchinesischen Autonomen Gebiet Xinjiang prüft die Dorfbewohnerin Pamu Ruiz den Reifegrad der Tomaten.

Sie erzählte den Reportern, dass sie im August 2020 ein Gewächshaus in der Gemüseanbausbasis mit einer Fläche von etwa 0,3 Hektar unter Vertrag genommen habe und dass zwei Ernten von Tomaten ihrer Familie jedes Jahr ein Einkommen von mehr als 60.000 Yuan RMB einbringen könnten. „Die Verwaltung der Gemüseanbaubasis sorgt für die Auswahl der Saat, die Heranbildung von Setzlingen, die Düngung, die Temperaturkontrolle im Gewächshaus und sogar den Verkauf. Über viele Dinge muss ich mir keine Gedanken machen. So bin ich problemlos in der Lage, mich alleine um ein so großes Gewächshaus zu kümmern“, sagte die Landwirtin Pamu Ruiz.

Aus der Ferne sieht die Wüste mit gelbem Sand fast völlig karg aus. Doch unerwarteter Weise ist hier eine kleine Oase entstanden, in der mehr als 400 Gewächshäuser von einheitlicher Größe fein säuberlich angeordnet sind. Wenn man eines der Gewächshäuser betritt, schlägt einem eine warme, feuchte Feuchtigkeit entgegen. Im Gegensatz zum gelben Sand und der Kälte draußen ist es in den Gewächshäusern so warm wie im Frühling, das Gemüse wächst hier üppig. Rote und grüne Tomaten hängen in aller Pracht von den Sträuchern.

Ma Xing, Direktor der Gemüseanbaubasis, sagte: „Unsere Solargewächshäuser werden alle nach modernen industriellen Normen hergestellt, unter Verwendung abnehmbarer Vollstahlrahmenstrukturen sowie flexibler Verbundmaterialien. Wir wenden hier intelligente Kontrollsysteme an, um eine Integration von Bewässerung und Düngung zu erreichen. Eine 24-Stunden-Echtzeitüberwachung ermöglicht uns, eine rechtzeitige Düngemittelergänzung sowie Bewässerung und somit ein gesundes Wachstum des Gemüses zu gewährleisten.“

Die Landwirtin Pashaguri Tuzhek überwacht zahlreiche derartige Gewächshäuser, in denen Bewässerung und Düngung in einen Vorgang integriert werden. Nach ihren Angaben ist sie in der Lage, mithilfe eines intelligenten Systems die Bewässerung von mehr als 100 Gewächshäusern selbst durchzuführen.

Direktor Ma erzählte, dass seine Gemüseanbaubasis ein Anbaumodell verwende, das den Mineralgehalt des Sandbodens effektiv erhöhe, was für das Gemüse sehr produktiv sei und dieses dadurch das ganze Jahr hindurch wachsen könne. Die verbesserten Böden mit ihrer neu erworbenen Fähigkeit, Wasser und Düngemittel zu binden, könnten in der Zukunft bei der Umwandlung der Wüste Gobi in Ackerland eine Vorreiterrolle spielen.

„Wir haben die Anbauzeit des Gemüses angepasst, um eine kontinuierliche Versorgung mit Gemüse auch beim Jahreswechsel und am traditionellen chinesischen Neujahrsfest zu gewährleisten. Die Basis produziert 20.000 Tonnen Gemüse pro Jahr und wird in diesem Jahr voraussichtlich ein Einkommen von über 50 Millionen Yuan RMB erzielen“, sagte Ma. Ihm zufolge ist die Basis derzeit dabei, Gewächshäuser auszubauen und zugleich noch mehr Dorfbewohner zu ermutigen sowie anzuleiten, Techniken des modernen Gewächshauses zu erlernen. „Mittlerweile konnten viele Landwirte aus den umliegenden Dörfern ebenfalls ermutigt werden, bei uns Gewächshäuser zu pachten. So haben wir allein in diesem Jahr in der Nachbarschaft mehr als 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.“

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