Weltweite Population des Nipponibisses übersteigt 9.000

12.12.2022 10:13:21

Fotos von VCG

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Die weltweite Population des Nipponibisses ist von sieben im Jahr 1981 auf derzeit mehr als 9.000 angewachsen. Dies gab die Regierung der Provinz Shaanxi vor kurzem auf einer Pressekonferenz bekannt. Der Lebensraum des Nipponibisses hat sich demnach von weniger als fünf Quadratkilometer auf aktuell etwa 16.000 Quadratkilometer vergrößert und seine Verteilung hat sich allmählich auf das historische Verteilungsgebiet ausgeweitet.

Der Nipponibis gehört zur Familie der Ibisse und Löffler (Threskiornithidae). Er erreicht eine Körpergröße von 55 Zentimetern bis 84 Zentimetern und eine Flügelspanne von 140 Zentimetern. Sein buschiger Schopf sowie seine rote Gesichtshaut und die Beine sind unverwechselbar. Nichtbrütende Altvögel sind weiß mit einer orange-zimtfarbenen Tönung am Schwanz und an den Schwungfedern. Bei brütenden Altvögeln sind Kopf, Nacken, Mantel und Schulterfedern grau. Die jungen Vögel sind hauptsächlich grau mit einer dunklen Iris.

Der Nipponibis lebt in Sumpfwäldern auf 470 bis 1.300 Metern über dem Meeresspiegel. Seine Nahrung besteht aus kleinen Fischen, Fröschen, Flussschnecken und anderen Mollusken sowie aus Käfern. Die seltenen Vögel brüten einmal im Jahr, wobei zwei bis vier Eier gelegt werden. Die Brutzeit beträgt etwa 30 Tage. Nipponibisse werden mit drei Jahren geschlechtsreif und das älteste verzeichnete Exemplar war 37 Jahre alt.

Der Nipponibis ist eine uralte Art, die als „Juwel des Orients“ bekannt ist und einst in Ostasien und Sibirien weit verbreitet war. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Umwelt schwer geschädigt: Die großen Bäume, in denen die Nipponibisse nisten, wurden abgeholzt. Die Reduzierung sauberer Wasserressourcen, die Einleitung großer Mengen industrieller Abwässer und der Einsatz von chemischen Düngemitteln und Pestiziden haben den Lebensraum der Nipponibisse außerdem stark verschmutzt, wodurch ihre Aktivitätsgebiete kontinuierlich geschrumpft sind. Ab den 1850er-Jahren gab es 30 Jahre lang keine Berichte über Aktivitäten von Nipponibissen in den vier Ländern, in denen sie zuvor verbreitet waren. Im Mai 1981 fanden Experten im Landkreis Yangxian in der Provinz Shaanxi im Hinterland des Qinling-Gebirges sieben wilde Nipponibisse und das Qinling-Gebirge wurde zur „Arche Noah“ der Vogelart.

Nach mehr als 40 Jahren der Erforschung und des Schutzes hat Shaanxi ein geeignetes Schutzmodell für den Nipponibis geschaffen und seine Population nimmt stetig zu.

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