China-Europa-Güterzug befördert Exponate für Shanghaier Importmesse

27.09.2022 14:38:15

Am Montag fuhr ein China-Europa-Güterzug von Hamburg aus nach Shanghai ab. Es ist das zweite Mal seit Bestehen der International Import Expo in Shanghai, dass die Exponate mit dem China-Europa-Zug direkt von Hamburg zu der chinesischen Wirtschaftsmetropole transportiert werden. Der Frachtzug beförderte insgesamt 44 40-Fuß-Container, von denen vierzehn mit deutschen Exponaten wie Autoteilen und Rohrleitungsmaterial, beladen waren. Der Zug wird Polen, Weißrussland und Russland durchqueren und beim Grenzübergang Manzhouli einfahren. Die Ankunft in Shanghai wird in 22 Tagen erwartet.

Jin Wei, Konsul des chinesischen Generalkonsulats in Hamburg wies darauf hin, dass mit der Umsetzung der Seidenstraßeninitiative der China-Europa-Güterzug in den elf Jahren seines Bestehens neue Entwicklungen genommen hat: „Die chinesische Regierung ist bestrebt, ihre Türen immer weiter zu öffnen. In diesem Jahr findet die China Import Expo bereits zum fünften Mal in Shanghai statt. In den kommenden Jahren wird China zudem Waren im Wert von mehreren Billionen US-Dollar importieren, was enorme Geschäftsmöglichkeiten für Deutschland und für Hamburger Unternehmen bedeutet. Seit sechs Jahren in Folge ist China der weltweit größte Handelspartner Deutschlands. Mehr als 20 Städte beider Länder sind durch China-Europa-Güterzüge miteinander verbunden. Die historische Erfahrung der vergangenen 50 Jahre beweist, dass die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern für beide Seiten von Vorteil ist.“

Alexander Thonert, Business Development Manager bei der InterRail Europe GmbH, einem internationalen Spediteur, erklärte gegenüber Reportern, dass die chinesisch-europäischen Frachtzüge mit ihrer großen Anzahl der beförderten Güter einen äußerst bequemen Logistikkanal für den bilateralen Handel eröffneten.

“Wir fahren schon sehr viele Züge nach Shanghai. Der heutige ist etwas besonderes. Der fährt nach Shanghai für die Internationale Importmesse. Und 14 Container davon sind speziell nur mit Waren für diese Messe vorgesehen. Wir haben beobachtet in den letzten Jahren, dass das Volumen auf der Schiene gerade mit der neuen Seidenstraße sehr gestiegen ist und immer noch steigt. Und wir hoffen, dass es natürlich auch weiterhin so positive Entwicklungen gibt .”

Moritz Lohmann, Vertreter der Abteilung für Internationales bei der Senatskanzlei Hamburg, sieht in dem am Montag abgefahrenen Güterzug nach Shanghai einen Etappenerfolg für den chinesisch-europäischen Schienenfrachtverkehr, der das bisherige Ungleichgewicht verändert habe. Lange Zeit hätten die Züge nach Europa weitaus mehr Güter als die Züge nach China befördert. Der tendenziell ausgewogene Frachttransport zwischen China und Europa sei zweifelsohne ein Zeichen für die Vertiefung der deutsch-chinesischen Wirtschafts- und Handelskooperation, so Lohmann.

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