Hinter der Tragödie der lateinamerikanischen Immigranten steht „Alptraum der USA“

20.09.2022 10:25:50

Laut einem Bericht von Fox News am letzten Sonntag sagte ein Vertreter der US-Zoll- und -Grenzschutzbehörde, dass seit dem 1. Oktober 2021 des Finanzjahres 2022 bereits 782 Immigranten beim Überschreiten der amerikanisch-mexikanischen Grenze ums Leben gekommen seien. Die Anzahl der Toten habe dabei wieder einen neuen historischen Rekord aufgestellt. Allein im September des laufenden Jahres seien bereits 30 Immigranten gestorben.

Der mexikanische Präsident Andrés Manuel López Obrador wies darauf hin, dass die Immigranten ihre Heimat aufgrund von Armut und Mangel an Beschäftigungsmöglichkeiten verließen. Wenn die USA keinen weiteren Ansturm von Immigranten erwarten wollten, sollten sie zentralamerikanische Staaten bei der wirtschaftlichen Entwicklung unterstützen. Allerdings haben die USA trotz wiederholter Zusagen ihren Worten bisher keine Taten folgen lassen. Präsident López Obrador betonte im Mai, die USA hätten den zentralamerikanischen Ländern während der vierjährigen Verhandlungen keine Hilfsgelder für die Entwicklung bereitgestellt.

Die Tragödie der Immigranten kann mit der ungeregelten Immigrationspolitik der USA direkt in Verbindung gebracht werden. Donald Trump betrieb während seiner Amtszeit eine strenge Immigrationspolitik. Folglich wurden in diesem Zusammenhang entlang der amerikanisch-mexikanischen Grenze Mauern ausgebaut. Der amtierende US-Präsident Joe Biden sagte einer umfassenden Reform der Immigrationsgesetze zu, die allerdings bis jetzt ohne Wirkung blieb. Die USA verfügen über kein humanitäres Asylsystem und haben keinen effektiven Rahmen der Immigration etabliert, was bereits zu furchtbaren und vermeidbaren Todesfällen sowie Verletzungen geführt hat.

Angesichts der politischen Polarisierung in den USA ist die Immigrationsfrage bereits zu einem politischen Werkzeug der Parteikämpfe zwischen Republikanern und Demokraten geworden. Besonders mit der Annäherung der Zwischenwahlen in den USA haben US-Politiker einerseits verschiedene falsche Zusagen gemacht und andererseits Immigranten im Schachzug gegen ihre Kontrahenten genutzt.

In den letzten Jahren sind zahlreiche Übeltaten der US-Regierung von Misshandlungen der Immigranten aufgedeckt worden. Für lateinamerikanische Immigranten ist der „Amerikanische Traum“ eigentlich ein „Amerikanischer Alptraum“ geworden. Jean Carolyn Guerrero, Kolumnistin der „Los Angeles Times“, die entlang der Grenze des US-Bundesstaats Arizona gereist ist, sagte, die Grenze der USA habe sich bereits in ein enormes Grab verwandelt.

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