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Rotes Licht für Bankwesen der USA – wann wird eine Lehre daraus gezogen?

10.08.2023 10:23:00

(Foto: VCG)

(Foto: VCG)

Am Montag hat die internationale Ratingagentur Moody’s das Niveau der Kreditwürdigkeit von zehn amerikanischen kleinen und mittleren Banken herabgestuft. Zudem sind sechs große Banken, darunter die U.S. Bancorp und die Bank of New York Mellon Corporation (BNY Mellon), in die Beobachtungsliste zur Herabstufung aufgenommen worden. Darüber hinaus wurde die Kreditwürdigkeitsperspektive von weiteren elf Banken als negativ bewertet. Die sinkenden Aktienkurse dieser Banken haben damit auch andere große Banken beeinflusst.

In einem Bericht von Moody’s hieß es, das US-Bankwesen stehe vor „mehrfachem Druck“. Dazu gehörten Finanzierungsdruck sowie mangelnde Aufsicht. Davon seien Finanzierungsschwierigkeiten die aktuelle Existenzkrise für die meisten Banken in den USA.

Die Schwäche des US-Bankwesens ist das Resultat der unerwarteten Richtungsänderung und „abenteuerlichen“ Tendenz der US-Wirtschaftspolitik. Seit Langem haben US-Politiker immer die expansive Finanz- beziehungsweise Geldpolitik zum Ausbau der Ausgaben betrieben. Nach dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie haben die USA eine quantitative Lockerungspolitik „ohne Obergrenze“ umgesetzt. Äußerst niedrige Zinssätze und groß angelegte Stimulationspläne haben zu starker Inflation geführt. Die US-Notenbank Fed hat so zwanghaft die Zinssätze erhöht. Laut europäischen Analytikern ist die Krise des US-Bankwesens kein Einzelfall, sondern ein „systematisches“ Problem. Gleichzeitig hat die problematische Aufsicht die Risiken des US-Bankwesens verschärft. 2018 haben die USA ein Gesetz erlassen, wonach die Schwelle der Gesamtkapitalmittel der Regionalbanken, die „streng beaufsichtigt werden müssen“, von 50 Milliarden US-Dollar auf 250 Milliarden US-Dollar erhöht wurde. Dies hat dazu geführt, dass 25 US-Banken nicht mehr streng beaufsichtigt werden.

Einige Tage zuvor hatte die internationale Ratingagentur Fitch Ratings das Vertragsbruchniveau des langzeitigen Emittierens der Auslandswährung der USA von AAA auf AA+ herabgestuft. Damit hat Fitch Ratings ihre Unzufriedenheit mit der Stagnation der Schuldenobergrenze sowie Finanzverwaltungskompetenz der USA geäußert. Die Handlungsweise der internationalen Ratingagenturen stellt eine Warnung an die USA hinsichtlich ihrer mangelnden Wirtschaftsverwaltungsfähigkeit dar.

Moody’s hat darauf hingewiesen, die US-Wirtschaft würde Anfang 2024 in eine gemäßigte Rezession geraten. Die Risiken des Bankwesens könnten kontinuierlich verschärft werden. Analytiker sind der Ansicht, falls die Krise sich stark in den Finanzsektor und dann in die Realwirtschaft verbreiten würde, könnte die US-Wirtschaft beeinträchtigt werden. Sogar die Erholung der globalen Ökonomie würde dadurch geschädigt.

Die Herabstufungswarnungen von Moody’s und Fitch Ratings haben bereits ein klares Signal gesendet. Doch können die US-Administratoren daraus wirklich eine Lehre ziehen?

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