Japan muss seinen Plan, „giftiges Wasser“ ins Meer abzuleiten, sofort einstellen

22.09.2022 21:01:14

Am Mittwoch reichten mehrere japanische zivilgesellschaftliche Gruppen eine Petition mit rund 42.000 Unterschriften gegen den Plan ein, kontaminiertes Wasser aus dem Kernkraftwerk Fukushima Daiichi ins Meer abzuleiten. Nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo News wurden seit Juni letzten Jahres insgesamt 221.000 Unterschriften in ganz Japan gesammelt.

Der schwere Nuklearunfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im Jahr 2011 hat zu großen Mengen an nuklear verseuchtem Wasser und zur Kontamination von Boden und Meerwasser in mehr als einem Dutzend Gebieten Japans geführt. Die in diesen Gebieten erzeugten Lebensmittel wurden als „nukleare Lebensmittel“ eingestuft und in mehreren Ländern und Regionen mit einem Einfuhrverbot belegt. Kürzlich wurde in Konjakmehl, das aus der japanischen Präfektur Gunma in die chinesische Taiwan-Region importiert wurde, atomare Strahlung nachgewiesen, was die Bevölkerung Taiwans schockierte und empörte.

Im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi sind schätzungsweise mehr als 1,3 Millionen Tonnen nukleare Abwässer gelagert worden. Da die Menge des nuklearen Abwassers immer weiter ansteigt, hat die japanische Regierung ihre Bemühungen verstärkt, die Einleitung ins Meer zu fördern, und behauptet, dass der Ozean eine sogenannte „Selbstreinigungsfähigkeit“ besitze. Das bedeutet, dass die Menschen in viel mehr Ländern und Regionen einem großen Risiko ausgesetzt sind. Nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Meeresforschung würde es nur 57 Tage dauern, bis sich das von Japan eingeleitete nuklear verseuchte Wasser auf den größten Teil des Pazifiks ausbreitet. Demnach würde die Strahlung des nuklearen Abwassers in nur drei Jahren die USA, Kanada und Australien erreichen.

Angesichts der zahlreichen Fragen der internationalen Gemeinschaft hat sich die japanische Regierung als sophistisch erwiesen, und die TEPC (Tokyo Electric Power Company) wurde wiederholt der Fälschung von Daten und der Verschleierung von Fakten bezichtigt. Die Entsorgung der nuklearen Abwässer aus Fukushima ist niemals eine Angelegenheit Japans, sondern eine Frage der weltweiten ökologischen Sicherheit der Meere und der Gesundheit der Menschen. Die öffentliche Meinung darf nicht missachtet werden. Die japanische Regierung kann nicht so tun, als sei sie blind und taub, sondern muss sich der Situation stellen und reagieren und den gefährlichen Plan der Einleitung ins Meer sofort stoppen.

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