Addition am Gelben Fluss und Subtraktion am Jangtse

15.08.2022 12:01:37

Im Einzugsgebiet des Jangtses wird die Umwelt umfassend geschützt und nicht mehr groß erschlossen, während das Einzugsgebiet des Gelben Flusses ökologisch geschützt und hochwertig entwickelt wird – dies ist eine der wichtigsten Strategien, die China im vergangenen Jahrzehnt zum Umweltschutz und zur Entwicklung ausgearbeitet hat.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Jangtse zum Hauptkampffeld für eine grüne Entwicklung mit ökologischen Prioritäten entwickelt. Entlang des Gelben Flusses wird die Ökologie wiederhergestellt, indem die Versandung nachlässt und eine beträchtliche Begrünung zu sehen ist. Die ökologischen Bedingungen an den beiden größten Flüssen Chinas haben sich grundlegend verändert.

Zwei Satellitenansichten des Gelben Flusses von 2011 beziehungsweise 2021 zeigen deutlich, dass die ökologische grüne Zone des Flusses in den vergangenen zehn Jahren an ihrer breitesten Stelle um etwa 150 Kilometer breiter geworden ist. Die wachsende grüne Zone hat mehr Wasser und Boden im Einzugsgebiet des Gelben Flusses eröffnet. Die Menge der in den Gelben Fluss eingeleiteten Sedimente ist jährlich um durchschnittlich 300 bis 500 Millionen Tonnen zurückgegangen. Von 2012 bis 2022 wurden im Einzugsgebiet des Gelben Flusses 26.800 Quadratkilometer Bodenerosion reguliert, was mehr als der vierfachen Fläche von Shanghai entspricht.

Wenn die ökologischen Maßnahmen am Gelben Fluss als Addition interpretiert werden, kann die Bekämpfung der Umweltverschmutzung am Jangtse als eine Art von Subtraktion angesehen werden. Berechnungen auf der Basis von Informationen der Unternehmensregistrierung ergeben, dass es im Jahr 2012 in einem Uferbereich von drei Kilometern entlang des Jangtses insgesamt mehr als 20.000 Unternehmen der chemischen Industrie gab. In den vergangenen zehn Jahren ist diese Zahl um insgesamt mehr als ein Viertel gesunken.

Die Verschmutzungsquellen wurden reduziert, während die Kapazität der Kläranlagen deutlich erhöht wurde. Seit 2012 hat sich die Zahl der städtischen Kläranlagen in den elf Provinzen und regierungsunmittelbaren Städten entlang des Jangtses fast verdoppelt. In der Stadt Wuhu in der Provinz Anhui am Unterlauf des Flusses wurden zum Beispiel unterirdische Abwasserleitungen in die Stadt verlegt. Etwa 95,7 Prozent der gesammelten häuslichen Abwässer der Stadt werden nun nach der Behandlung abgeleitet.

Durch den Einfluss von sauberem Wasser hat sich die Wasserqualität des gesamten Jangtses von selbst verbessert. Den vom Ministerium für Ökologie und Umwelt veröffentlichten Daten zufolge sind die Abgaben der wichtigsten Schadstoffe in den Jangtse inzwischen auf etwa zehn Prozent des Wertes von vor zehn Jahren gesunken. In mehr als 97 Prozent der Wasserabschnitte des Jangtses ist qualitativ hochwertiges Wasser zu finden, sodass im gesamten Einzugsgebiet eine ausgezeichnete Wasserqualität herrscht.

Das Wasser ist klarer geworden und die Fische kehren zurück. Forscher haben die Rückkehr der Fische in den Jangtse in den vergangenen zehn Jahren verfolgt und untersucht. Fischarten wie Coilia nasus, Jangtse-Schwertstör und Wimpelkarpfen wurden in mehreren Hauptnebenflüssen des Jangtses gefunden. 

© China Radio International.CRI. All Rights Reserved.
16A Shijingshan Road, Beijing, China