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(GMT+08:00) 2004-09-03 15:04:33    
Neues Krankenversicherungssystem in ländlichen Regionen der Provinz Zhejiang (1)

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Im Jahr 2002 ist in einigen ländlichen Regionen der südostchinesischen Provinz Zhejiang ein neues Krankenversicherungssystem eingeführt worden. Das Ziel ist, den Bauern die Ärztebesuche zu vereinfachen.

China hat eine Bevölkerung von 1,3 Millarden Menschen. Davon sind mehr als 70 Prozent Bauern. Für sie gab es früher keine Krankenversicherung, sodass sie anfallende medizinische Kosten alleine tragen mussten, was heute noch in vielen Gegenden Chinas der Fall ist. Krankheit ist einer der Hauptfaktoren für die Verarmung vieler chinesischer Bauernfamilien. Statistiken zufolge macht die Zahl der aufgrund von Erkrankungen verarmten ländlichen Bevölkerung bereits 50 Prozent der gesamten armen Bevölkerung in China aus.

Um dem entgegenzutreten, testet die chinesische Regierung bereits seit zwei Jahren in manchen ländlichen Regionen ein neues Krankenversicherungssystem, nämlich die sogenannte Genossenschaftskrankenversicherung. Zu den ausgewählten Testregionen gehört auch der Kreis Shaoxing in der südostchinesischen Provinz Zhejiang.

Shaoxing ist ein typisches Landwirtschaftsgebiet, in dem über 80 Prozent der nahezu 700.000 Einwohner Bauern sind. Zur Umsetzung der Genossenschaftskrankenversicherung ist ein Sonderfond eingerichtet worden, der sich aus Mitteln der Zentralregierung, der Lokalbehörde sowie der Bauern zusammensetzt. Somit können sich die Bauern in Shaoxing mit einem jährlichen Beitrag von nur 25 Yuan, was etwa 2,5 Euro entspricht, an der Genossenschaftskrankenversicherung beteiligen. Im Krankheitsfall erhalten sie einen Teil der Behandlungskosten nach Erfüllung bestimmter Voraussetzungen zurückerstattet. Auf diese Weise konnte die finanzielle Belastung einzelner Bauernhaushalte erheblich verringert werden.

Dazu Chen Guoqiang, Vize-Leiter der lokalen Gesundheitsbehörde:

"Erstens können Bauern, deren Einkommen unter dem Existenzminimum liegen, 50 bis 70 Prozent ihrer Kosten stationärer Behandlung abrechnen, egal wie hoch diese sind. Denn genau diese Menschen brauchen am meisten Hilfe. Zweitens können bedürftige Bauern, die bei einer stationären Behandlung über 10.000 Yuan - umgerechnet 1.000 Euro - gezahlt haben, einen Zuschuss erhalten. Und drittens erhalten auch Bauern einen Zuschuss, die im Jahr mehr als 15.000 Yuan, also ungefähr 1.500 Euro für medizinische Behandlung gezahlt haben. Dadurch ist in der Tat das Problem der krankheitsbedingten Verarmung in manchen Bauernhaushalten gelöst worden."

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