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Entstehung und Entwicklung chinesischer Gärten (12)

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Den Himmel verrücken und die Erde verkleinern, um Gefallen zu erregen

Die chinesische Feudalgesellschaft trat nach der Yuan-Dynastie (1206-1368) in die Periode der Ming- (1368 - 1644) und Qing-Dynastie (1644-1911) ein. Die Landschaftsmalerei im Xieyi-Stil, der sich durch eine freie, ohne Berücksichtigung von Details das Wesen erfassende Pinselführung auszeichnet, erreichte in der Yuan-Zeit ihren Höhepunkt und trieb die Vervollkommnung von Parks und Gärten voran. Kaiserliche Gärten, Privat- und Tempelgärten sowie Landschaftsgebiete erfuhren eine imfassende Entwicklung, die den "Garten der Vollkommenheit und des Lichts" (Yuan Ming Yuan) in Beijing, ein repräsentatives Beispiel für die Anlagen des späten chinesischen Altertums, hervorbrachte. Die Gartenbaukunst wurde vervollkommnet, und es bildete sich eine einzigartige Gartenbautheorie heraus.

Die kaiserlichen Gärten der Ming-Dynastie wurden um Hügel und Teiche angelegt. Typische Beispiele sind der innerhalb der Kaiserstadt in Beijing gelegene "Westgarten" (Xi Yuan) und der Kaiserliche Blumengarten (Yu Huayuan) in der Verbotenen Stadt. Auch die Qing-Dynastie leistete ihren Beitrag auf dem Gebiet der kaiserlichen Gärten und der Privatgärten. Die meisten heute noch zu besichtigenden klassischen chinesichen Gärten stammen aus dieser Periode. Die außerhalb der Großen Mauer erbaute kaiserliche Sommerresidenz in Chengde z.B. verinigt nicht nur die verschiedenen Holzbaustile der Han-Chinesen, Mongolen und Tibeter, sondern versammelt auch eine Reihe von religiösen Bauten - etwas,das sowohl innerhalb als auch außerhalb Chinas äußerst selten anzutreffen ist. Bemerkenswert ist der Kontrastreichtum der einzelnen Landschaftsbereiche, welcher der Sommerresidenz die Bezeichnung "Galerie der Gartenbaukunst" eintrug - das Seengebiet liegert eine Vorstellung vom Liebreiz und der Grazie des von Kanälen durchzogenen Jiangnans, im Hügelgebiet fühlt man sich in die herben, rauhen Berge von Chinas Nordwesten versetzt, und die Szenerie im ebenen Teil ist von der einzigartigen Atmosphäre der Steppen nördlich der Großen Mauer erfüllt. Den "Garten der Vollkommenheit und des Lichts" hingegen nannten Westler, die ihn mit eigenen Augen gesehen hatten, den "Garten der Zehntausend Gärten". Nicht nur bildete er die Essenz der chinesischen Parks seit alters her, sondern er bediente sich auch westlicher Architekturformen. So gab es im nördlichen Teil des "Garten des Ewigen Frühlings" (Chang Chun Yuan) einen barocken Springbrunnen und ein Gebäude im europäischen Stil. Nach einem langen Prozess der Perfektionierung fügte sich die chinesische Gartenbaukunst in der Epoche des Kulturaustauschs mit dem Westen dem Zeitgeist.

Die privatgärten aus der Qing-Dynastie konzentrieren sich im Gebiet von Nanjing, Suzhou und Ynagzhou, wobei die Anlagen in Yangzhou als die repräsentativsten gelten können. Im Ge-Garten in Yangzhou steht ein Hügel mit einem Pavillon, von dem aus man einen prächtigen Ausblick auf die pappelgesäumten Stadtmauern, den "Schmalen West-See" (Shou Xihu) und die "Halle in gleicher Höhe mit den Bergen" (Ping Shan Tang) hat - darin zeigt sich die Meisterhaftigkeit der Ausführung.

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