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(GMT+08:00) 2004-09-28 14:54:41    
Entstehung und Entwicklung chinesischer Gärten (10)

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Die Welt in einer Teekanne

In der Song-Dynastie (960-1279) kamen Gärten wieder groß in Mode. Neben kaiserlichen Parks, Privat- und Tempelgärten legten selbst im Stadtgebiet gelegene Teehäuser und Weinstuben Gärten mit Wäldchen, Teich und Hügel an, um Kundschaft anzulocken.

Der Genyue-Garten lag in der östlichen Song-Hauptstadt Bianliang (heute Kaifeng, Provinz Henan). Er wat der berümteste, aber auch der typischste kaiserliche Garten der Song-Zeit. Im Unterschied zu den ohne weiteres Hunderte Hektar großen Palastgärten der Han- und der Tang- Dynastie erstreckte sich der Genyue-Garten erstreckte sich der Genyue-Garten bloß über eine Fläche von rund zwei Dutzend Hektar, und sein höchster Hügel ragte nicht mehr als 90 Schritte in die Höhe. Doch er nimmt in der Geschichte der chinesischen Parks und Gärten eine wichtige Stellung ein und genoss den Ruf, das Schönste auf Erden und der prächtigste Garten aller Zeiten zu sein. Worauf beruhte denn die Großartigkeit dieses auf kleinem Raum angelegten Garten?Einfach gesagt, war es die Verdichtung der landschaftlichen Szenerien, d. h. Die möglichst große Konzentration von Wasser- und Hügellandschaften, Hallen, Hütten, Büschen und Bäumen zu vielschichtigen Panoramen, an deren Anblick man sich aus allen Richtungen erfreuen konnte. Hier fand man eine Kopie des Jianhu-Sees in Shaoxing vor, den Feilai-Gipfel aus Hangzhou, den vom dichter Tao Yuanming (365 - 427) besungenen "Pfirsichbach" (Taoxi) sowie den von Lin Bu (967 - 1028,einem Meister der Abbildung von Pflaumenbäumen) dargestellten "Pflaumenteich" (Meichi). Überdies gab es das aus Legenden bakannte "Haus der acht Unsterblichen" und ganz gewöhnliche Weiler aus Bauernhütten. Alle Teile des Gartens fügten sich auf natürliche Weise zusammen und brachten eine künstlerische Eigenart zum Ausdruck, die sich durch Bescheidenheit, Ruhe und Zurückhaltung auszeichnete. Mit jedem Schritt veränderte sich der Ausblick und steigerte sich die Schönheit der Szenerien. Der Effekt, im Kleinen das Große sichtbar zu machen, machte diesen künstlichen Garten zu einem Konzentrat natürlicher Landschaften mit auserlesenem Bewuchs.

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