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Private Firmen planen Start von Trägerraketen
  2019-03-13 15:24:35  cri

 

Private Unternehmen spielen seit Jahren eine wichtige Rolle in fast allen Sektoren der Volkswirtschaft Chinas. Mittlerweile sind sie auch an einer Branche beteiligt, die lange Zeit ausschließlich von den Staatsbetrieben beherrscht wurde – der Raumfahrtindustrie.

Beim jüngsten derartigen Versuch handelt es sich um den für Ende März geplanten Jungfernstart einer Trägerrakete durch die Firma OneSpace Technology, ein in Beijing angesiedeltes Raumfahrtunternehmen. Vor der Presse verkündete die Privatfirma am Dienstag, der Test der von OneSpace gebauten ersten Trägerrakete sei bereits abgeschlossen worden. Die Rakete vom Typ OS-M solle demnächst zum Weltraumbahnhof Jiuquan in der nordwestchinesischen Provinz Gansu transportiert werden.

Sollte die Mission wie geplant gelingen, wird die OS-M als die erste Trägerrakete, die von einem privaten chinesischen Unternehmen entwickelt und gebaut wurde, einen erfolgreichen orbitalen Start absolvieren.

Wie aus einer Mitteilung von OneSpace hervorging, handelt es sich bei der OS-M um eine Festtreibstoff-Rakete mit vier Stufen, die neunzehn Meter lang und mit beladenem Treibstoff und Satelliten zwanzig Tonnen schwer sei. Der Booster sei eigenen Angaben zufolge in der Lage, Satelliten in die Umlaufbahnen in einer Höhe von 200 bis 1.000 Kilometer zu schicken.

Bislang ist es OneSpace bereits gelungen, suborbitale Flüge von zwei Höhenforschungsraketen abzuschließen und dadurch hohe Investitionen auf dem Markt zu kapitalisieren. Das Unternehmen verfolgt nach eigenen Angaben das Ziel, in den vielversprechenden kommerziellen Raumfahrtmarkt einzusteigen.

Auf dem Weg gab es jedoch zweifelsohne unerwartete Wendungen. Ebenfalls vom Weltraumbahnhof Jiuquan wurde bereits im Oktober vergangenen Jahres eine Trägerrate ins All geschickt. Dabei handelte es sich um die erste Rakete der ZQ 1 Serie von der Firma LandSpace, einem anderen privaten Unternehmen, das ebenfalls in der chinesischen Hauptstadt ansässig ist. Der Versuch schlug jedoch fehl. Die Rakete und ihr mitgetragener Satellit konnten aufgrund mechanischer Fehlfunktionen die Umlaufbahn nicht erreichen.

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