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Wasserqualität des Dianchi-Sees verbessert
  2019-01-29 15:32:58  cri

 

Umweltschützern aus der südwestchinesischen Provinz Yunnan ist es gelungen, die Wasserqualität des Dianchi-Sees, des größten Sees der Provinz zu verbessern.

Mit einer Gesamtfläche von 310 Quadratkilometern galt der Dianchi seit Jahrzehnten als der landesweit am stärksten verschmutzte See. Ursache dafür sei vor allem der seit 1980er eingeleitete Urbanisierungs- und Industrialisierungsprozess, der sich negativ auf die Ökologie vor allem in der Provinzhauptstadt Kunming und im benachbarten Qianchi-See auswirkte, sagte Wu Zhaoyang, stellvertretender Direktor der See-Verwaltung.

Wu teilte der Presse mit, dass die Stadt Kunming bereits im Jahr 1988 mit der Umweltüberwachung des Dianchi-Sees begonnen hatte. Zu jener Zeit konnte die Wasserqualität des Dianchi sogar die unterste Gewässergüteklasse V gemäß dem chinesischen fünfstufigen Klassifizierungssystem nicht erreichen.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Wasserqualität des provinzweit größten Sees jedoch stetig verbessert. So konnte sie im Jahr 2016 die Gewässergüteklasse V erreichen und im vergangenen Jahr sogar zur Klasse IV aufsteigen.

Zur Verbesserung der Wasserqualität hat die lokale Regierung gezielte Leitlinien erarbeitet und eine spezielle Arbeitsgruppe gebildet.

Neben der Anlegung einer 5.722 km langen Abwasserleitung hat die Behörde überdies eine weitere Abflussleitung installiert, die eine Länge von 96 km hat und vor allem dafür sorgt, den Einzug des Abwassers aus dem städtischen Raum Kunming in den See zu verhindern.

Gezielte Schutzmaßnahmen gelten selbstverständlich auch für die anliegenden ländlichen Regionen. Farmen der Vieh- und Geflügelzucht, die unweit vom See entfernt liegen, konnten geschlossen werden. Für insgesamt 885 Dörfer wurden inzwischen bereits Abwasseraufbereitungsanlagen installiert.

Außerdem gelang es der lokalen Regierung, eine 1.300 km lange Pipeline anzulegen, die Abwasser aus 116 Flüssen, die in den Dianchi-See fließen, sammelt. Außerdem wurde ein gezielter Plan zur Verschmutzungskontrolle der 35 wichtigsten Flüsse erarbeitet.

Trotz der augenfälligen Erfolge bleibe die ökologische Lage nach wie vor düster, räumte die Behörde ein.

Der schwere Schaden, der dem ökologischen System des Sees zugefügt wurde, führte bereits zu einem fast vollständigen Verlust der Artenvielfalt. Wegen des dadurch verursachten niedrigen Wasserstands und der mangelnden Selbstreinigungskraft des Sees könnte der Sanierungsvorgang zweifelsohne noch etwas länger dauern, hieß es in einem Bericht der Umweltschützer.

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