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Provinz Sichuan baut eine Hochburg für Öffnung durch Freihandelszonen auf
  2019-01-21 15:44:09  cri

 


Die Provinz Sichuan in Südwestchina ist seit April des vergangenen Jahres zu einer der zwölf Pilotzonen für Freihandel des Landes geworden. Welche Versuche hat die Provinz im vergangenen Jahr unternommen? Wie haben die Unternehmen dort das Geschäftsumfeld bewertet? Dazu hören Sie bitte unseren folgenden Beitrag.

Die Versuchszone Sichuan für Freihandel umfasst einen Teil in Chengdu und einen Teil in Luzhou und hat eine Fläche von etwa 120 Quadratkilometer. Kurz nach der Inbetriebnahme der Versuchszone in Luzhou hat sich die Edeka-Gruppe aus Deutschland, die zu den weltweit Top-500-Unternehmen gehört, hier angesiedelt. In den Supermärkten der Gruppe werden über zehn Tausende Sorten von Waren verkauft. Die GmbH Guitu für Außenhandel in Sichuan fungiert als Agentur für die Waren der Edeka-Supermärkte in China. Wie der Manager Zhong Cheng mitteilte, habe sich sein Unternehmen für die Freihandelszone in Luzhou entschieden, weil sie eine gute Entwicklungsplattform für Existenzgründung anbiete.

„Die Transportdauer hat sich verkürzt. Deswegen sind die logistischen Kosten auch effektiv gesenkt worden. Die Freihandelszone gewährt uns noch Zollrückerstattung und andere politische Unterstützungen. Durch die Handelserleichterung sind die Kosten, insbesondere die Kosten für Lagerung und Zollabfertigung, im Vergleich zu anderen Filialen viel niedriger. Die Geschäftskosten pro Jahr können dadurch um zwei bis drei Prozent gesenkt werden."

Seit der Gründung der Versuchszone in Luzhou im April des vergangenen Jahres ist viel Wert auf die Innovation des Mechanismus gelegt worden. Dabei wurden bürokratische Formalitäten stark vereinfacht, so dass ein Antrag nach einmaliger Überprüfung erledigt werden kann. Die Effizienz ist um über 80 Prozent erhöht worden. Das Importvolumen des Unternehmens sei innerhalb von anderthalb Jahren seit der Ansiedlung in der Freihandelszone von einigen hundert Tausend Yuan RMB pro Monat auf über zehn Millionen Yuan RMB gestiegen, sagte Zhong Cheng. Die Effekte der politischen Vorteile der Freihandelszone seien allmählich aufgetreten, meinte er.

„Vor der Errichtung der Freihandelszone machten die Kosten der Logistik über zehn Prozent der gesamten Geschäftskosten aus. Nun ist dieser Anteil um fünf Prozent gesunken. Außerdem bietet die Freihandelszone noch eine Politik zur Erleichterung der Zollabfertigung und Steuerbegünstigungen für grenzüberschreitende E-Commerce bzw. direkte Steuerbefreiungen an."

Im Vergangenen Jahr haben die Versuchszonen für Freihandel in Sichuan geholfen, ein gesetzgemäßes, internationales und erleichtertes Geschäftsumfeld zu gestalten. Momentan können die Überprüfung und Handelsregistrierung der Unternehmen mit Kapital aus dem Ausland in Sichuan an einem Schalter der Behörde erledigt werden. Ein Online-Portal ist zudem in Betrieb genommen worden, auf dem sich die Unternehmen bei dem Zollamt anmelden können. Das Investitionsumfeld für ausländische Anleger ist dadurch ständig verbessert worden. Dazu sagte der stellvertretende Direktor des Büros für Freihandelszonen in Sichuan, Chen Youqing:

„Von Januar bis Oktober hat das Außenhandelsvolumen der Versuchszone für Freihandel 48,8 Milliarden Yuan RMB erreicht. Der Anteil an dem gesamten Außenhandelsvolumen der Provinz ist von 5,7 Prozent im ersten Jahresquartal auf 9,2 Prozent gestiegen. Über 520 neue Unternehmen mit ausländischen Investoren sind nach Überprüfung bewilligt worden. Mit einer Fläche von einem Viertausendstel der gesamten Größe der Provinz hat die Versuchszone fast ein Drittel der Unternehmen mit auswärtigen Investitionen in der Provinz angezogen."

Übersetzt von Xi Jing
Gesprochen von Zhang Yunfan

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