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Vom Yangtse bis zum Rhein:Deng Xiaomeis Ensemble eröffnet die Deutsche Woche an der Tongji-Universität
  2018-05-25 09:18:54  cri



Kraftvolle Klänge, die mit dem ersten Trommelschlag die Zuhörer in den Bann ziehen – fremd und doch vertraut zugleich. Andrea Schwedler vom "Chinesisch-Deutschen Campus", die das Programm in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal zusammengestellt hat, erläutert:

"An der Chinesisch-Deutschen Hochschule der Tongji-Universität findet interkultureller Austausch in sehr vielfältiger Weise statt. Neben den umfangreichen akademischen Möglichkeiten ist die Deutsche Woche eine der Plattformen für den kulturellen und wissenschaftlichen Austausch. Mittler wie die Beijinger Musikerin Deng Xiaomei, die seit 1990 in Mannheim lebt und dort ihren ganz eigenen kulturübergreifenden Musikstil gefunden hat, spielen dabei eine wichtige Rolle."

Deng Xiaomei beherrscht ihr Instrument, die zweisaitige chinesische Geige „Erhu", in hoher Perfektion. In Deutschland kam sie mit europäischer Musik in Kontakt und begann, ihre Eindrücke und Erfahrungen in die eigene Musik einfließen zu lassen. Sie konnte herausragende westliche Künstler für ihr Projekt begeistern und setzte ihre Ideen in Kompositionen ohnegleichen um. Heute gehören zu ihrem Ensemble renommierte Jazzmusiker wie der Saxophonist Olaf Schönborn, die Cellistin Valeria Lo Giudice und der Percussionist Peter Hinz.

Nicht nur gehen Instrumente und Musiker eine ‚interkulturelle Verbindung' ein, auch die Melodien schaffen einen gewagten, doch zielsicheren Sprung. Basierend auf wohlbekannten chinesischen Liedern verschiedener Epochen und Regionen Chinas findet eine Fusion mit westlichen Elementen klassischer und moderner Musik statt. Auch kommen immer wieder pulsierende Rhythmen lateinamerikanischer Art zum Vorschein. Ein Gipfel der Stilfusion bietet sich den Zuhörern schließlich mit dem Titelstück „Vom Yangtse an den Rhein" dar, das eine traditionelle Weise über den Gelben Fluss mit der Loreley-Melodie von Friedrich Silcher verbindet. Zuletzt werden beide Lieder zugleich gespielt.

Deng Xiaomei zeigt sich am Abend der Aufführung tief bewegt. Wenngleich das Ensemble bereits seit über zehn Jahren in Deutschland auftritt und sich dort bereits einen Namen gemacht hat, so ist dies die erste Tournee in ihrem Heimatland China. Andrea Schwedler weiß den Auftritt der Künstlerin zu schätzen:

"Als Deng Xiaomei zu uns an die Chinesisch-Deutsche Hochschule kam und ihr Konzert begann, sagte sie, dass sie zum ersten Mal auf Chinatour ist mit ihrem Ensemble. Wir fühlen uns sehr geehrt, dass wir im Rahmen der Deutschen Woche sie hier bei uns begrüßen konnten."

Während für das Ensemble noch weitere wichtige Stationen in Beijing, Shenyang und Zhenjiang anstehen, geht auch die Deutsche Woche in Shanghai mit facettenreichen Veranstaltungen weiter. Von deutscher Lyrik, Philosophie bis hin zu Digitalisierung, Big Data und Recht stehen viele große Themen im deutsch-chinesischen Austausch auf dem Programm.

Text: Miriam Nicholls

Bild: Chinesisch-Deutsche Hochschule der Tongji-Universität

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