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Neue Medien in China auf dem Vormarsch – mit Konsequenzen
  2015-09-28 10:09:24  cri

Das Internet ist heute ein unentbehrlicher Teil im Leben vieler Chinesen. Sie enthalten Informationen, kommunizieren mit Freunden, kaufen online ein oder bezahlen verschiedene Produkte und Dienstleistungen im Netz.

Li Peilin, Vizepräsident der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, erklärt, mobile Netzwerke seien seit einem Jahr auch weitgehend in der Dienstleistungsindustrie im Einsatz.

"Die Entwicklung neuer Medien in China steht vor beispiellosen Chancen. Neue Medien werden immer mehr zu einer integrierten Serviceplattform, insbesondere für junge Menschen in den Städten. Unterschiedliche Online-Dienstleistungen wie Online-Shopping, E-Payment, Online-Taxibuchungen, Online-Schulungen und sogar medizinische online Betreuung schießen wie Pilze aus dem Boden."

Li Peilin zufolge sind Chinas neue Medien aber auch mit zahlreichen Problemen konfrontiert, zum Beispiel Datenschutz, der Aufsicht über Internetfinanzen und der Verbreitung von Gerüchten im Internet.

Gemäß dem Bericht über Chinas neue Medien ist Chinas Mikroblogplattform Sina Weibo immer noch die wichtigste Plattform zur Verbreitung von Informationen. Dennoch entscheiden sich immer mehr Leute für den Instant-Nachrichtenservice WeChat.

Wie Tang Xujin, Chefredakteur des Berichts, mitteilt, hat sich die Informationsverbreitung über WeChat sehr schnell entwickelt.

"Trotz des Rückgangs der Zahl von Weibo-Nutzern um 11,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr lag die Zahl der aktiven Nutzer 2014 bei 48 Millionen. Gleichzeitig hat die Zahl der Wechat-Nutzer Ende 2014 600 Millionen übertroffen und jeder Nutzer liest durchschnittlich 5,9 Artikel am Tag."

Dem Bericht zufolge stammten 2014 etwa 60 Prozent der falschen Nachrichten vom Mikroblog Sina Weibo. Auf WeChat machten Gerüchte währenddessen zwar nur sieben Prozent der gesamten Nachrichten aus, waren wegen des geschlossenen Systems aber schwerer zu beseitigen. Im Vergleich zum Mikroblog Weibo, wo unterschiedliche Nachrichten sich häufig widersprechen, geben WeChat-Nutzer nur ungern zu, wenn Freunde oder Bekannte Gerüchte verbreitet haben.

Tang Xujin zufolge beschäftigen sich die falschen Berichte mit ein paar wiederkehrenden Themen:

"Es gibt eine Studie über Wechat-Gerüchte. Demnach sind die sieben Top-Themen Lebensmittelsicherheit, persönliche Sicherheit, Krankheiten, Gesundheitsordnungen, Betrug, Finanzen und Kindererziehung. Meistens haben sie übertriebene Details wie Zahlen. Die Formulierung klingt vernünftig und vertrauenswürdig, die Information erweist sich aber als äußerst zweifelhaft."

Übersetzt von Xiao Lan

Gesprochen von Zhu Qing'an

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