„Die Entwicklung in der Asien-Pazifik-Region hat bereits die in anderen Teilen der Welt übertroffen. Damit sind mehrere neue Möglichkeiten entstanden. Bei Energie hat die Nachfrage von China, Indien, Japan und Südkorea sprunghaft zugenommen. Die Entwicklung in dieser Region ist schneller als in anderen Gebieten. Wie könnte Russland solche Chancen ignorieren?"
Zu den russisch-chinesischen Beziehungen erklärte Putin, die Perspektive der Handelskooperation zwischen Russland und China sei breit und beide Länder hätten auf der internationalen Bühne mehrere gemeinsame Interessen. Er bekräftigte, der Erdgasvertrag mit China sei auf keinen Fall ein Verlustgeschäft. Vielmehr würden beide Länder von dem Projekt profitieren:
„Der Mechanismus über Erdgaspreis-Festlegung zwischen Russland und China unterscheidet sich nicht wesentlich von dem zwischen Russland und der EU. Darüber hinaus kann Russland durch die Energiekooperation mit China gleich zu Beginn der Umsetzung des Projekts enorme Ressourcen erhalten. Ohne die kann die Erdgasversorgung im Fernen Osten und in Ostsibirien nicht gelöst werden. Wir haben davon also einen großen Nutzen."
Zu den Beziehungen mit dem Westen äußerte sich der russische Staatschef klar und entschlossen. Er meinte, das gegenwärtige Dilemma, vor dem Russland stehe, sei auf keinen Fall erst durch die Krim-Frage ausgelöst worden. Vielmehr sei Russland schon immer ein Opfer westlicher Drängelei und Konfrontation gewesen, so Putin:
„Die Frage ist, ob wir eine gleichberechtigte Partnerschaft mit dem Westen ausbauen wollen? Die Antwort ist natürlich positiv. Allerdings ist die Voraussetzung dafür, dass die Interessen unseres Landes in den Bereichen Sicherheit und Wirtschaft bedingungslos respektiert werden."
Zur Ukraine-Krise bekräftigte Putin den bisherigen Kurs seines Landes. Russland wolle als Vermittler eines politischen Dialogs in der Ukraine fungieren und eine möglichst baldige Beilegung der Krise vorantreiben. Dazu werde Russland die Bevölkerung in der Ostukraine weiterhin aktiv unterstützen und ihre Rechte und Interessen verteidigen:
„Ein Punkt muss unmissverständlich klar sein: Wenn die Ukraine Frieden, Stabilität und territoriale Integrität wiederherstellen will, muss sie die Wünsche der Bevölkerung in den einzelnen Gebieten respektieren. Und dazu gehören die Aufnahme eines aufrichtigen gleichberechtigten Dialogs und die Einstellung jeglichen politischen Drucks."



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