Umweltschutz beim Bau der olympischen Sportstätten in Zhangjiakou

2022-01-10 08:00:00

(Foto: VCG)

(Foto: VCG)

Das Nationale Skisprungzentrum Chinas liegt an einem hohen Berg in Chongli in der nordchinesischen Stadt Zhangjiakou. Es verfügt über zwei mit Schnee bedeckte Skisprungschanzen. Weil es wie ein Ruyi aussieht, ein chinesischer Jadeschmuckgegenstand, der Glück symbolisiert, wird das Zentrum auch „Schnee-Ruyi“ genannt.

Der Bau einer Gruppe von Schneesportstätten in der komplizierten Bergregion von Zhangjiakou war nicht nur eine große Herausforderung für die Design- und Baufähigkeiten der Chinesen, sondern zeigte auch das Verantwortungsbewusstsein Chinas beim Gleichgewicht mit dem ökologischen Schutz.

„Wir tun unser Bestes bei der ökologischen Wiederherstellung“, sagt Wang Jingxian, Manager für die Schneesportstätten um den „Schnee-Ruyi“. „Der Standort ist ein perfekter natürlicher Ort für das Skispringen. Um die Anforderungen der Wettbewerbe zu erfüllen, war nur ein kleiner Eingriff in den Berg erforderlich. Gleichzeitig legen wir großen Wert auf die ökologische Wiederherstellung in den Bergen. Im Sommer 2021 waren die nackten Teile der Berge schon grün.“

Beim Bau des Nationalen Biathlonzentrums wurden künstliche und natürliche Umwelt sehr gut miteinander kombiniert. Chen Guohui, der Manager des Biathlonzentrums, sagt, beim Design und dem Betrieb der Sportstätte sei die Kombination zwischen Mensch und Natur berücksichtigt worden. „Vor dem Schießstand steht ein großer Baum. Um diesen Baum zu schützen, haben wir die entworfenen Skilaufstrecken ein wenig geändert und extra eine Schutzzone eingerichtet.“ Südlich des Nationalen Biathlonzentrums liegt ein Urwald. Wenn die Laufstrecken oder die Schießbahnen mit den Bäumen kollidiert sind, wurden sie ein wenig verändert, um die Bäume zu schützen. Chen Guohui sagt, sie wollten in die Natur integrierte Laufstrecken schaffen, weil Biathlon eigentlich aus der Winterjagd stamme. Das Gefühl, durch den „verschneiten Wald“ zu fahren, sei nach vielen Jahren immer noch ein Teil des Charmes dieser Sportart.

Neben den Laufstrecken im Wald gibt es im Biathlonzentrum fünf Seen. „Wir wollten eigentlich einen großen See entwerfen. Weil dies die ursprüngliche Landform in großem Maße beschädigt hätte, haben wir uns dafür entschieden, fünf kleine Seen aufzubauen“, so Chen. Dadurch würden nicht nur die Laufstrecken vor Erosion durch die unterirdischen Quellen geschützt, auch das Grundwasser sammle sich in den Seen und könne für die Schneeproduktion wiederverwertet werden.

Anders als die neugebaute Gruppe von Schneesportstätten in Chongli ist der Yunding-Skilanglaufpark die einzige Wettbewerbsstätte der Olympischen Winterspiele 2022, die aus einem bereits existierenden Skigebiet umgebaut wurde. „Der Umbau der alten Langlaufstrecken ist der beste Schutz der Umwelt“, sagt Wang Baoqi, stellvertretender Präsident des Yunding-Skilanglaufparks. Vier der sechs Langlaufstrecken für die Olympischen Winterspiele sind auf den alten Strecken errichtet worden. Beim Umbau wurde ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Boden- und Felsaushub sowie Auffüllung erreicht, um die Ökologie der Umgebung weitestgehend zu schützen.

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