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Sitten und Gebräuche der Yi-Nationalität
   2008-07-31 17:11:17    Seite Drucken    cri
Die chinesische Yi-Nationalität lebt hauptsächlich in den Provinzen Yunnan, Sichuan, Guizhou und im Autonomen Gebiet Guangxi. Sie hat ihre eigene Sprache und Schrift.

Die Yi-Menschen ernähren sich hauptsächlich von Mais und Buchweizen und trinken auch gerne Wein. Beim Trinken setzen sich die Yi in einen Kreis und trinken nacheinander aus einem großen Krug. In manchen Regionen stellen an Festtagen die Yi-Frauen einen Krug Wein, in dem einige Weizenhalme sozusagen als Strohhalme herausragen, vor ihr Haus auf die Straße, damit Durchreisende trinken können. In diesen Trinksitten kann man die Gastfreundschaftlichkeit der Yi-Nationalität erkennen.

Am 24. Juni nach dem chinesischen Mondkalender feiern die Yi ihr größtes Fest - nämlich das Fackel-Fest. Der Ursprung des Festes stammt aus einer Sage um den legendären Helden der Naitonalität, der mit einem teuflischen Feind kämpfte und diesen letztendlich besiegte. Er brachte seinem Volk bei, wie man mit Hilfe von Fackeln das Böse vertreiben und andere Formen der Pestilenz verhindern kann. Das Fest wird zu seinen Ehren gehalten, denn seit seinem Auftritt geht es den Yi-Menschen gut. In dieser Nacht werden Fackeln angezündet, um böse Geister abzuschrecken und um den Wunschgebeten nach Wohlstand Nachdruck zu verleihen. Zu den vielen Aktivitäten des Festes gehören unter anderem Ring- und Stierkämpfe sowie Pferderennen.

Alle Yi-Angehörige singen und tanzen sehr gern. Verschiedene Volkslieder der Yi sind weit verbreitet. Die Tänze der Yi sind eigenartig und auch bemerkenswert. "A Xi Tiao Yue", auf Deutsch etwa "A Xi tanzt im Mondschein", gehört zu einem der populärsten Tänze der Yi.

Wenn die Nacht anbricht, spielen die Jungen unter dem schönen Mond auf kurzen Flöten und auf der dreisaitigen chinesischen Laute. Im ansteckenden Rhythmus tanzen die Jungen gemeinsam mit den Mädchen. Einige Mädchen führen ein Blatt an ihren Mund und machen mit dem Blatt Musik. Diese fröhliche Tanzerei dauert bis zum Monduntergang.

Hochzeiten der Yi sind eigenartig. Bei den Yi im Daliangshan-Gebirge ist der so genannte "Brautraub" bis heute noch erhalten. Am Hochzeitstag gehen der Bräutigam und alle seine Verwandten und Freunde in das Haus der Braut. Die Braut versteckt sich hinter der Tür. Wenn der Bräutigam und seine Begleitung das Haus betreten, besprenkelt die Verwandtschaft der Braut die Gäste mit Wasser und beschmiert ihnen ihre Gesichter mit Ruß. Erst wenn der Bräutigam und seine Begleitung die Kleidung der sich hinter der Tür versteckten Braut berühren, stoppt die Verwandtschaft der Braut ihre Attacken. Dann trägt der Bräutigam seine Braut auf den Rücken und eilt mit ihr fort. Die Verwandtschaft der Braut täuscht vor, dass sie die Braut zurückholen wird. Erst wenn der Bräutigam und die Braut außer Sichtweite sind, geht die Brautraub-Zeremonie zu Ende.

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