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Olympische Spiele wird den Ost-West Austausch stimulieren
   2007-07-02 17:03:04    Seite drucken   cri
Die Beijinger Olympischen Spiele werden China und der Welt ein einmaliges Erbe hinterlassen, heißt es in einem Bericht, der dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) im Mai 2001 von einer Gutachtergruppe des IOC vorgelegt wurde.

Von den Olympischen Spielen 2008 wird erwartet, dass sie nicht nur einen großen Beitrag zur Welt des Sports sondern zur menschlichen Zivilisation insgesamt leisten werden.

Die Beiträge der Spiele werden nach Ansicht des Autors dieses Artikels in vier Bereichen zu spüren sein:

Erstens wird das athletische Können der chinesischen Sportler und ihre Fairness die Welt tief beeindrucken.

Zweitens wird China auf seine einzigartige Weise helfen, die Sportkultur der Menschheit zu bereichern.

Drittens werden die Spiele die Freundschaft zwischen den Chinesen und den Völkern der Welt umfassend fördern.

Viertens werden die Spiele die Entwicklung der weltweiten Sportwissenschaft und -technik, die Sportkultur und die Sportindustrie fördern.

Die Beiträge der Spiele gehen aber weit über die oben genannten Punkte hinaus. Die Olympischen Spiele 2008 werden als ein brillantes Kapitel der Kommunikation und des Verständnisses zwischen verschiedenen Kulturen in die Annalen eingehen.

Der Autor erinnert sich noch deutlich an die Beschreibung der Route der olympischen Fackel, die im Sommer 2001 in Moskau von dem Bewerbungskomitee für Beijing 2008 vorgestellt wurde. Die Route ist deutlich von der antiken Seidenstraße inspiriert.

Die Seidenstraße ist das Symbol für den Austausch zwischen China und dem Rest der Welt. Der Austausch und die Interaktion waren für die Wirtschaft und Kultur Chinas und der anderen Länder der eurasischen Landmasse förderlich. Leider endete der Austausch über die Seidenstraße in der späteren Periode der chinesischen feudalistischen Gesellschaft.

Während der Zeit des Kalten Krieges war der Austausch zwischen China und dem Westen, aufgrund einer Reihe von komplizierten Faktoren, auf ein Minimum reduziert, wenn er nicht sogar ganz stoppte.

Mit dem Beginn der Reform und Öffnung Chinas Ende der 1970er Jahre öffnete China seine Türen wieder für den Rest der Welt und der Austausch zwischen China und ausländischen Kulturen entwickelte sich erneut.

Aber der Ballast der Geschichte ist immer noch nicht ganz abgeworfen. Einige Menschen im Westen hegen immer noch Bedenken und Skepsis gegenüber China. Eine Hand voll Personen geht soweit, Chinas Innen- und Außenpolitik mit der Mentalität des Kalten Krieges zu interpretieren.

Der Grund dafür kann in verschiedenen Faktoren gefunden werden, zum Beispiel in ideologischen und kulturellen Unterschieden und dem westlichen Stolz und Vorurteilen. Wichtiger aber ist, dass ihre Ignoranz gegenüber China die Wurzel für ihre Bigotterie ist.

Ein chinesisches Sprichwort sagt "Es ist besser, etwas einmal selbst zu sehen als hundertmal von ihm zuhören." Wie sehen China und die Chinesen aus? Ist das Land ein Paradies oder die Hölle? Ist es ein Ort an dem man Geld verdienen kann oder die Quelle der "gelben Gefahr"?

Kaufe eine Eintrittskarte für die Olympischen Spiele und besuche China, um es selbst zu sehen.

Gelächter und Applaus bei den Veranstaltungsorten sind frei von Propaganda. Stattdessen stehen sie für Wahrheit und Ernsthaftigkeit. Und Wahrheit und Ernsthaftigkeit sind die Brücke zu Verständnis.

Austausch ist eine zweiseitige Angelegenheit. Auch die Chinesen sehen sich einer Menge Fragen gegenüber: Wie soll man die Elemente ausländischer Kulturen, die in das Land strömen absorbieren, insbesondere der westlichen Kultur? Wie soll man die Beziehungen zwischen den ausländischen Kulturen und der chinesischen Kultur im Kontext der Globalisierung angemessen behandeln? Wie soll man zwischen der Creme und dem Bodensatz ausländischer Kulturen differenzieren und sich für die positiven Einflüsse entscheiden? Dies alles sind Fragen, denen niemand ausweichen sollte.

Einige chinesische Medien und Personen zeigen enge nationalistische Gefühle, die darauf hinweisen, dass in der chinesischen Öffentlichkeit im Verständnis der Welt außerhalb Chinas Wissensmangel besteht.

Nach Ansicht des Autors sind in Hinblick auf dieses Problem einige Anmerkungen von Deng Xiaoping, dem Chefarchitekten von Chinas Reform und Öffnung, von aufschlussreicher Bedeutung. Deng sagte einmal: "Ich bin ein Sohn des chinesischen Volkes und liebe mein Land und mein Volk tief." Er sagte auch: "Ich, als Mitglied der chinesischen Nation, bin sehr geehrt, ein Weltbürger zu werden." Seine Anmerkungen sind ein gutes Beispiel für die Kombination von Nationalismus und Weltoffenheit.

Wenn jeder von uns "seine Wurzeln beibehalten und sein Herz öffnen" kann, wie es Deng ausdrückte, dann wird unser altes Mutterland sich zu einem "jugendlichen China" entwickeln.

Aber wie soll sich der durchschnittliche Chinese ausländischen Kulturen nähern? Durch Reisen ins Ausland? Nein, der durchschnittliche Chinese ist nicht so wohlhabend. Außerdem würde er sich auf seinen Reisen vielen Barrieren gegenübersehen, nicht nur sprachlichen sondern auch kulturellen und psychologischen.

Aus diesem Grunde werden die Olympischen Spiele in Beijing den durchschnittlichen Chinesen eine hervorragende Chance bieten, ausländische Kulturen durch Athleten, Touristen, offizielle Vertreter und Journalisten kennen zu lernen.

Wenn 13.000 Athleten und Trainer aus der ganzen Welt nach Beijing kommen, wenn eine Armee von ausländischen Journalisten zwischen den Veranstaltungsorten hin und her fährt und durch die Beijinger Straßen und Gassen wandert, wenn 300.000 ausländische Besucher überall in der Stadt präsent sind, wenn Millionen von Menschen in allen Ländern die Spiele im Fernsehen verfolgen, sind die Chinesen dann immer noch vom globalen Dorf isoliert?

Der Tag wird gekommen sein, an dem die chinesische Nation in die Welt integriert ist.

Der Autor ist Wissenschaftler bei der chinesischen Gesellschaft für internationale und strategische Studien.

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