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Beijing untersagt Geschlechter-diskriminierung auf Arbeitsmarkt
  2019-06-28 14:20:45  cri

 

Die Stadt Beijing hat jüngsten Vorschriften zufolge jegliche Form der Geschlechterdiskriminierung im Rahmen von Einstellungsverfahren untersagt. Arbeitgeber werden außerdem ermutigt, Wöchnerinnen und stillende Arbeitnehmerinnen zu unterstützen.

Diese Anforderung kommt angesichts wachsender Bedenken hinsichtlich einer Geschlechterdiskriminierung auf dem Arbeitsmarkt. Die 2016 erfolgte Lockerung der Familienplanungspolitik, die allen Ehepaaren zwei Kinder erlaubt, benachteiligt Experten zufolge Frauen in der Berufswelt.

Den jüngsten Vorschriften zufolge dürfen Arbeitgeber und Personalberatungsagenturen bei ihren Anzeigen für Stellenangebote keine Informationen wie „nur Männer" oder „Männer bevorzugt" enthalten, mit Ausnahme bestimmter Stellen, die aufgrund der Gesetze und Verordnungen für Frauen als ungeeignet gelten.

Bei Vorstellungsgesprächen dürfen Arbeitgeber weiblichen Arbeitssuchenden außerdem keine Fragen zu ihrem Ehe- und Geburtsstand sowie diesbezüglicher Pläne stellen.

Gegen Arbeitgeber und Personalberatungsunternehmen, die dennoch geschlechtsspezifische Beschränkungen in ihrer Einstellungspolitik praktizieren, können Geldstrafen von bis zu 50.000 Yuan RMB (7.000 Euro) verhängt werden. Außerdem führen derartige Verstöße zu einer Eintragung in eine entsprechende schwarze Liste.

Die zuständigen Behörden sollen Berichte weiblicher Arbeitnehmer über potenzielle Geschlechterdiskriminierung unterdessen annehmen und umgehend untersuchen. Dabei sollen, wenn nötig, persönliche Gespräche mit dem beschuldigten Arbeitgeber gefordert werden.

Zudem werden die Justizbehörden der chinesischen Hauptstadt ermutigt, spezielle Schieds- und Arbeitsgerichte einzurichten, um Streitigkeiten bezüglich der Rechte und Interessen von Frauen zu lösen.

Frauen sollen darüber hinaus bessere Arbeitsvermittlung und Berufsausbildung erhalten. Arbeitgeber werden daher aufgefordert, Wöchnerinnen Ausbildungsprogramme zur Verfügung zu stellen, damit sie sich besser an ihre Arbeit anpassen könnten.

Einem Bericht des Beschäftigungsportals Zhaopin im Mai zufolge sind verheiratete Frauen mit Kindern auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligt. Auch ihre Beförderungschancen seien äußerst gering.

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