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Chongqing pocht auf saubere Entwicklung
  2016-08-17 14:52:29  cri

 

 

Die Wirtschaft der südwestchinesischen Metropole Chongqing hat in den vergangenen Jahren ein schnelles Wachstum erlebt. Normalerweise wird ein schnelles Wirtschaftswachstum oft mit Kosten für die Umwelt in Zusammenhang gebracht. Aber in Chongqing ist das nicht der Fall. Besonders die Wasserqualität der Metropole am Jangtse ist weiterhin gut.

Chongqing ist eine Megastadt am Jangtse mit einer Bevölkerung von mehr als zehn Millionen. Es ist im Grunde unmöglich, bei der rasanten Wirtschaftsentwicklung und im Alltagsleben den Jangtse vor Müll und Abfall zu bewahren. Seit 2003 haben die Regierungen der Stadtbezirke und Kreise von der regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing den Haushalt für die Abfallentsorgung aufgestockt. Der Vizedirektor des Umwelthygieneamts des Bezirks Wanzhou Chen Yu sagte, die Abfallentsorgungsteams könnten den Müll rechtzeitig aus dem Fluss fischen:

„Die Arbeit läuft jetzt reibungslos. Unsere Abfallentsorgungsschiffe sind neu und erst im vergangenen Jahr in Betrieb genommen worden. Wir haben Motorschiffe, früher hatten wir die nicht. Auf den Schiffen gibt es auch Kantinen und Konferenzräume. Darüber hinaus haben wir noch eigene Kais."

Neben der Abfallentsorgung schenkt man der Wasserqualität große Aufmerksamkeit. Die Wirtschaftsentwicklungszone Changshou schafft jedes Jahr einen Industrieproduktionswert in Höhe von Dutzenden Milliarden Yuan RMB. Nun sei der Umweltschutz hier ein wichtiges Kriterium, sagte der Direktor des Umweltschutzamts der Wirtschaftsentwicklungszone, Tang Yajiang:

„Vor der Umsetzung der Investitionsprojekte soll jedes Projekt im Bereich Umweltschutz überprüft werden. Wenn es die Kriterien nicht erfüllt, wird es abgelehnt. Der Umweltschutz hat in der Wirtschaftsentwicklungszone Vetorecht. Grenzen des Umweltschutzes und der Sicherheit dürfen nicht überschritten werden.",

Li Guojun ist Generalmanager eines chinesisch-französischen Wasserverarbeitungs-Joint-Ventures in der Wirtschaftsentwicklungszone.

„Jeder von fünf Verarbeitungsprozessen wird überwacht. Wenn etwas Ungewöhnliches entdeckt wird, wird bei der Umweltschutzbehörde sofort Alarm geschlagen. Die Ableitung in den Jangtse wird gestoppt. Wenn die Zahlen einmal die Grenzwerte übertreffen, bekommen wir auch keine Steuerermäßigungen mehr."

Neben den Unternehmen setzen sich auch die Einwohner für den Umweltschutz im Jangtse ein. Sun Huiliang kommt aus dem Drei-Schluchten-Gebiet. Er sagte, unter der Initiative der Regierung habe er entlang des Jangtse auf einer Fläche von etwa 130 Hektar Orangen angebaut – ohne Chemie.

„Auf der Plantage ist überall Gras gepflanzt. Damit werden Wasser und Erde erhalten, und es macht den Boden dürrebeständig. Für das Obst wird nur Bio-Dünger eingesetzt. Schädlinge werden durch Solargeräte vernichtet."

Der Parteisekretär des Chongqinger Bezirks Ba'nan, Li Jianchun, sagte, früher habe es überall Unternehmen gegeben, die große Umweltprobleme gebracht hätten. Hauptgrund dafür sei gewesen, dass damals mehr auf das Bruttoinlandsprodukt geachtet wurde. Jetzt sei das nicht mehr der Fall:

„Jetzt steht der Umweltschutz an erster Stelle. Wir haben keine kleinen Unternehmen (mit Umweltproblemen) mehr. Das Problem der schmutzigen Unternehmen soll durch die Reform des Systems gelöst werden."

Übersetzt von Li Yan
Gesprochen von Xi Jing

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