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Nanjing fördert Intelligente Herstellung
  2016-08-01 08:45:49  cri

Die Waggontür ist der am häufigsten gebrauchte Waggonteil im Schienenverkehr. Türpannen sind meistens die Ursache für die Evakuierung von Passagieren und das außer-Betrieb Setzen von Zügen, da solche Pannen nicht schnell behoben werden können. Nehmen wir die Beijinger U-Bahn als Beispiel: Wenn die Pannenbeseitigung länger als zehn Minuten dauert, kommt es zur Lahmlegung des gesamten städtischen U-Bahnsystems. Deshalb ist die Zuverlässigkeit von Waggontüren für den städtischen Schienenverkehr, ein wichtiges Verkehrsmittel in Großstädten, von extrem großer Bedeutung.

Die Firma Kangni in der ostchinesischen Stadt Nanjing ist auf die Herstellung von Waggontüren, einschließlich U-Bahntüren und Türen von Hochgeschwindigkeitszügen, spezialisiert. Innerhalb von zwei Jahrzehnten hat sich Kangni von einem kleinen Unternehmen zu einer börsennotierten Gesellschaft entwickelt, die über 50 Prozent des Marktanteils von Waggontüren für den städtischen Schienenverkehr besitzt. Dem staatlichen Appell für „Made in China 2025" folgend setzt sich die Firma Kangni für intelligente Herstellung ein, darunter die Herstellung von Smart-Waggontüren. Bislang sind 20 automatisierte Anlagen wie Industrieroboter für die Produktion im Einsatz. Dadurch konnte man sich 34 Arbeiter ersparen. Der Jahresumsatz der Firma liegt bei vier Millionen Yuan RMB. Auf die Frage, ob Industrieroboter eine Konkurrenz für die Arbeiter darstellen, meinte Bi Guangming, stellvertretender Generaldirektor des Unternehmens, die Nutzung von Industrierobotern berge zwar auf der einen Seite Gefahren für die Produktion, sei aber langfristig gesehen für die Erhöhung der Wirtschaftseffizienz von Nutzen:

"Generell gesehen ist es definitiv eine gute Sache, hat aber, wie alles, sowohl Vor- als auch Nachteile. Im Hinblick auf die Sicherheit sind tatsächlich Risikofaktoren vorhanden. Aber dadurch sind die Kosten für das Unternehmen nachhaltig. Arbeiter, die durch Industrieroboter ersetzt werden, können an anderer Stelle eingestellt werden."

Auch die Tochterfirma der deutschen Phoenix Contact GmbH mit Sitz in Nanjing kann eine führende Stellung in der intelligenten Herstellung behaupten. Seit der Niederlassung der Firma in China vor mehr als zwei Jahrzehnten ist die Bewirtschaftung ein voller Erfolg. Derzeit bemüht sich das Unternehmen um die Förderung des deutschen Zukunftsprojekts „Industrie 4.0" und der chinesischen Entwicklungsstrategie „Made in China 2025". Dazu Gu Jiandang, Generaldirektor von Phoenix China:

"Phoenix Contact befindet sich derzeit in der Stufe Industrie 3.0. Wir haben uns in den letzten drei Jahren für die Verwirklichung von ‚Industrie 4.0' und intelligenter Herstellung eingesetzt. Dafür haben wir mehrere Teams gegründet."

Angesichts des drohenden Verschwindens der Bevölkerungsdividende und der steigenden Arbeitskräftekosten in China ist intelligente Herstellung eine Tendenz der Zukunftsentwicklung. Gu Jiandang erläutert:

"Meiner Meinung nach spielt intelligente Herstellung eine entscheidende Rolle bei der Wirtschaftsumstrukturierung in Nanjing und auch in der Provinz Jiangsu insgesamt."

Übersetzt von Xiao Lan

Gesprochen von Lü Xiqian

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