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Dieses Jahr ist für die chinesisch-deutsche Kooperation ein besonderes, denn 2013/2014 ist das „Chinesisch-Deutsche Sprachenjahr". Nach einem Auftritt des Deutschen Theaters in Beijing vergangenen September steht Februar 2014 der Gegenbesuch an.

Das chinesische Nationaltheater gastiert am 3. und 4. Februar im Thalia Theater in Hamburg und am 8. und 9. Februar in Deutschen Theater Berlin, wo unter Leitung des renommierten Avantgarde-Regisseurs Meng Jinghui die Adaption von Yu Huas 1998 auch auf Deutsch erschienenem Roman „Leben!" aufgeführt wird. Eine Aufführung auf dem Lessing-Festival ist ebenfalls geplant.
Regisseur Meng Jinghui wurde 1965 in Beijing geboren. Er gilt heute als der erfolgreichste Regisseur des experimentellen Theaters in China. Früher inszenierte er bereits Goethes „Faust", Brechts „Die Dreigroschenoper" und Fassbinders „Liebe ist kälter als der Tod". Meng Jinghui entschied sich für Deutschland als Aufführungsort der Auslandspremiere, weil er „tiefe Gefühle" für das deutsche Drama und deutsche Literatur empfinde.

„Deutsches Drama ist in Europa und sogar die ganze Welt ist absolut die best. Ich habe zahlreiche deutsche Theateraufführungen gesehen und das deutsche Sprechtheater hat mich in vielerlei Hinsicht inspiriert und angeregt. Deutsche Drama anspornen mir, hart zu arbeiten und ständige Innovation zu machen."
"Das Wort 'großartig' erscheint gegen dieses Buch klein." So beschrieb Berliner Zeitung das Buch „Leben!" von Yuhua. Der etwa dreistündigen Tragödie liegt der gleichnamige Roman des Schriftstellers Yu Hua zugrunde. Yu Hua, Jahrgang 1960, ist einer der erfolgreichsten Autoren Chinas, schon seit Jahren gilt er als aussichtsreicher Kandidat für den Nobelpreis. Seine Romane „Leben!", „Brüder" und „Der Mann, der sein Blut verkaufte" wurden von Millionen gelesen und in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Die Handlung zeigt das Schicksal von Fugui, Sohn eines Grundherrn, zwischen den 1920er und 1960er Jahren. Im Kampf gegen das Schicksal verliert Fugui am Ende fast alles: seine Eltern, seine Frau und seine Kinder. Doch Fugui ist ein Überlebender, ein Kämpfer, der gelernt hat, die wenigen Momente des Glücks zu schätzen. Der Roman enthält eine tiefgreifende orientalische Philosophie:Die Beziehung zwischen dem Menschen und dem Schicksal und wie man große Drangsal ertragen. 1994 gewann die Verfilmung des Romans unter Regie von Zhang Yimou bei den Filmfestspielen in Cannes den Grand Prix. Allerdings wurde der Film in China nicht öffentlich gezeigt.

Der Protagonist des Dramas, Huang Bo glaubt, die deutsche Zuschauern werden keine kulturelle Hindernisse für das Verstehen über das Drama.
„Die Grundlage des Drama ist Menschen. Die Zuschauer können durch eigenen Erfahrung , Sehnsucht , Phantasie und Verständnis alle Grenzen beseitigen. Eine Person kann ihr Schicksal von den Erfahrungen der anderen fühlen. Es ist wie in unterscheiden Spiegel, können Sie selbst sehen. Das ist Magie der Kunst."
Um die Sprachbarriere zu überwinden, hat Meng Jinghui durch Tanz, Musik , Multimedia- Technologie Geschichte erkläret. Er hoffte , die deutsche Zuschauern könnte sich die Schönheit der chinesischen Gegenwartsdramatik vollständig schätzen.

Bevor der Deutsch-Reise äußert sich Meng Jinghui begeistert und aufgeregt,
„Berlin ist meine Lieblingsstadt. Ich liebe Berlin. Ich liebe Brecht. Ich liebe Friedrichstraße. Ich liebe Deutschen Theater Berlin. Ich liebe Alexanderplatz. Ich liebe Potsdamer Platz.Ich liebe Tiergarten. Ich liebe Museumsinsel. Ich liebe Berliner Philharmoniker. Ich liebe Flohmarkt. Ich liebe die M29 Straßenbahn. Ich liebe den deutschen Mädchen, die auf der U-Bahn lesen. Ich liebe deutsches Bier, Wurst, Sauerkraut... Ich bin sehr froh, ich kann mein Liebste Drama in meine liebste Platz bringen."
Text und Interview: Wang Yaqi
Korrigiert von: Felix Lehmann, Li Yan
Gesprochen von: Lu Shan Li Zheng



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