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Bagdad
Die USA und der Iran haben am Montag erstmals seit mehr als einem Vierteljahrhundert, genau gesagt seit dem Ausbruch der Islamischen Revolution im Jahr 1979, in aller Öffentlichkeit diplomatische Gespräche geführt. Vertreter beider Seiten kamen in der Grünen Zone in Bagdad für vier Stunden zusammen, um über die Krise im Irak zu sprechen.
Der US-Botschafter im Irak, Ryan Crocker, als Vertreter Washingtons sagte im Anschluss an die Gespräche vor der Presse, die Konsultationen seien bedeutungsvoll gewesen. Beide Seiten hätten sich in vielen Punkten der Irak-Politik einigen können. Die USA hofften, der Iran werde die vereinbarte Politik in die Tat umsetzen.
Der iranische Botschafter im Irak, Hassan Kasemi Komi, erwiderte, der Iran werde der Regierung und dem Volk des Irak in Politik, Wirtschaft und Sicherheit beistehen und die territoriale Integrität des Irak respektieren. Der Iran werde sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Irak einmischen.
Anderen Meldungen zufolge äußerte der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki die Hoffnung, dass der Dialog zwischen den USA und dem Iran einen wichtigen Schritt zur Förderung der regionalen Sicherheit und Stabilität darstelle und den Weg für weitere Gespräche zur Lösung der Irak-Krise ebnen werde.
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