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Beijing
Laut den Berichten unserer Auslandskorrespondenten hat der Chef der Taiwaner Behörde Chen Shui-bian am Montag eine Abschaffung des "Nationalen Vereinigungsrates" sowie des "Nationalen Vereinigungsprogramms" angekündigt. Diese Äußerungen sind sofort auf heftige Proteste und auf scharfe Kritik der bedeutenden Parteien und Einrichtungen auf der Inselprovinz gestoßen.
Die Sprecherin der chinesischen Kuomintang-Partei Zheng Liwen betonte, Chen Shui-bian und seine Demokratische Fortschrittliche Partei müssen alle Folgen aufgrund seines unverantwortlichen Verhaltens tragen.
Die Taiwaner Volksnahe Partei hat in einem Artikel darauf hingewiesen, dass das Verhalten von Chen Shui-bian deutlich die gegenwärtigen Beziehungen beider Seiten der Taiwan-Straße schädigte und auch der Hoffnung der meisten Taiwaner Landsleute auf wirtschaftliche Prosperität, auf sicheres Leben und auf Frieden zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße zuwiderläuft.
Das aus der Kuomintang-Partei, der Volksnahen Partei und die Allianz der unparteiischen Leute zusammengesetzte Oppositionsbündnis hat beschlossen, gemeinsam einen Antrag über die Abberufung von Chen Shui-bian vorzulegen.
Zudem haben die Taiwaner Geschäftsleute ebenfalls ihre Unzufriedenheit und Besorgnis über das Verhalten Chen Shui-bians geäußert.
Zeitgleich hat die Entscheidung von Chen Shui-bian auch große Aufmerksamkeit in den chinesischen Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao sowie bei der internationalen Gemeinschaft erregt.
Einige Persönlichkeiten in Hongkong haben am Montag die Entscheidung von Chen Shui-bian, den "Nationalen Vereinigungsrat" sowie das "Nationale Vereinigungsprogramm" zwangsweise aufzuheben, scharf verurteilt. Sie sind der Ansicht, dass Chen Shui-bian mit dieser Entscheidung sein wahres Gesicht zeigt, nämlich die chinesische Insel Taiwan am liebsten von China abzukoppeln und für unabhängig zu erklären. Ferner appellierten sie an alle Taiwaner Landsleute, ihre Wachsamkeit zu erhöhen und zu vermeiden, dass Chen Shui-bian auf Kosten aller Taiwaner Einwohner und des Friedens auf den beiden Seiten der Taiwan-Straße nach seinen eigenen politischen Machtgelüsten strebt.
Die Macaoer Medien haben am Dienstag Chen Shui-bian als Unruhestifter auf der Inselprovinz Taiwan, auf beiden Seiten der Taiwan-Straße und sogar in der ganzen Asien-Pazifik-Region bezeichnet. Sie riefen die Bevölkerung auf den beiden Seiten der Taiwan-Straße und alle Auslandschinesen zu gemeinsamen Aktionen auf, weitere abenteuerlichen Vorgehen von Chen Shui-bian zu verhindern.
Mehrere südkoreanische Medien haben am Montag ebenfalls die Entscheidung von Chen Shui-bian kommentiert. Sie verwiesen darauf, dass sein gefährliches Vorgehen die Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße gefährden wird.
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