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Shanghai
In den letzten Tagen haben die Äußerungen des Chefs der Taiwaner Behörde Chen Shui-bian über eine geplante Abschaffung des "Nationalen Vereinigungsrates" sowie des "Nationalen Vereinigungsprogramms" große Aufmerksamkeit bei den Taiwaner Geschäftsleuten am chinesischen Festland erregt.
Der Vorsitzende der Vereinigung der Taiwaner Unternehmen in Shanghai Yeh Hui-teh erklärte am Sonntag in einem Interview, die Taiwaner Geschäftsleute auf dem Festland treten vehement gegen diesen Schritt der Taiwaner Behörde auf.
Yeh Hui-teh war einer der ersten Taiwaner Geschäftsleute, die auf dem Festland investiert haben. Er betonte, die Beziehungen und vor allem die Wirtschaftsverbindungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße seien mittlerweile sehr eng. Der Taiwaner Handelsbilanzüberschuss gegenüber dem Festland betrage jährlich mehrere Duzend Milliarden US-Dollar. Dies sei eine unübersehbare und unveränderbare Tatsache. Eine Abschaffung des Nationalen Vereinigungsrates und des Nationalen Vereinigungsprogramms laufe der aktuellen Tendenz zuwider. Er betonte, diese Ankündigung von Chen Shui-bian sei ein neuer Schritt in Richtung einer sogenannten "Unabhängigkeit" von Taiwan.
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