Beijing
Der chinesische Gelehrte An Ran hat dem japanischen Außenminister Aso Taro vorgeworfen, die Geschichte auf den Kopf zu stellen. Zu den Äußerungen von Aso Taro vom Samstag, wonach die Inselprovinz Taiwan wegen der Kolonialherrschaft Japans heute über ein höheres Bildungsniveau verfüge, sagte An Ran, Japan habe nach dem chinesisch-japanischen Krieg von 1894 die Inselprovinz Taiwan erobert und danach die Bewohner Taiwans wie Sklaven behandelt. Die japanischen Kolonialbehörden hätten zwar Bildungsmaßnahmen eingeleitet. Doch waren diese streng darauf gerichtet, den Bewohnern Taiwans die japanische Kultur einzutrichtern. Die chinesische Kultur wurde dabei verleumdet. Das von den japanischen Kolonisten betriebene Bildungswesen auf Taiwan zielte auf die Heranbildung von speziellen menschlichen Ressourcen zur Festigung der Kolonialherrschaft und nicht auf eine Erhöhung der kulturellen Qualität der Bevölkerung, so An Ran weiter. Der chinesische Gelehrte ist Autor des Buches "Geschichte über den Widerstandskampf der Taiwaner Bewohner gegen die japanische Aggression".
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