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(GMT+08:00) 2005-05-09 13:42:22    
Deutschland feiert das Kriegsende vor 60 Jahren

CRI
Die deutsche Bundesregierung und die Berliner Stadtregierung haben am Sonntag eine Serie von Aktivitäten zur Feier des 60-jährigen Jubiläums der Beendigung des 2. Weltkrieges veranstaltet. Bundespräsident Horst Köhler, Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und Bundeskanzler Gerhard Schröder legten in der Neuen Wache in Berlin Kränze für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft nieder. In der anschließenden Feierstunde im Deutschen Bundestag gedachte Thierse aller Opfer der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten und des Krieges. Hauptredner war der deutsche Bundespräsident Horst Köhler. Er gemahnte die Deutschen daran, die Erinnerung wachzuhalten und sprach sich vehement dafür aus, entschieden die Neo-Nazis und den Rechtsextremismus zu bekämpfen. Er hoffe, dass die Jugendlichen Lehre aus der Geschichte ziehen werden, damit die geschichtliche Tragödie sich nicht mehr wiederholen wird. Wörtlich sagte Köhler:

"Wir haben die Verantwortung, die Erinnerung an all dieses Leid und an seine Ursachen wachzuhalten. Und wir müssen dafür sorgen, dass es nie wieder dazu kommt. Es gibt keinen Schlussstrich."

60 Jahre nach dem Kriegsende flackern deutsche rechtsextremistische Kräfte hier und da in Deutschland wieder auf. Parallel zu den offiziellen Feiern der Befreiung vor 60 Jahren hatte die deutsche rechtsextremistische Partei "Nationaldemokratische Partei Deutschlands" (NPD) all ihre Anhänger aus allen Teilen Europas in Berlin versammelt, um zu versuchen, Demonstrationen zur Verbreitung des Nationalsozialismus zu veranstalten.

Der deutsche Bundespräsident, der diese ?rechte Gefahr" sehr gut erkannt hat, wie fast alle Deutschen, hat in seiner Rede auch hier die Finger erhoben und Aufmerksamkeit von allen gefordert. Über die rechtsextremen Kräfte, deren Anmaßung immer größer ist, sagte Köhler:

"Es gibt leider bei uns Unbelehrbare, die zurück wollen zu Rassismus und Rechtsextremismus. Aber sie haben keine Chance. Dafür steht die überwältigende Mehrheit der mündigen Bürgerinnen und Bürger, und dafür steht unsere wehrhafte Demokratie."

In seiner Rede verwies Köhler klar darauf, dass das deutsche Volk aus den Leiden des 2. Weltkrieges Lehren gezogen hat. Allerdings müssen die Deutschen, insbesondere die jüngere Generation, diese Geschichtslehre fest im Gedächtnis behalten und sich weiterhin darum bemühen.