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Wang Yi trifft US-Außenminister Antony Blinken

24.09.2022 19:30:23


 

Der chinesische Staatskommissar und Außenminister Wang Yi hat am Freitag bei einem Treffen mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Antony Blinken am Rande der 77. Sitzung der UN-Vollversammlung betont, dass die Beziehungen zwischen China und den USA derzeit stark beeinträchtigt seien und die US-Seite Lehren daraus ziehen sollte.

Weiter sagte Wang, die chinesisch-amerikanischen Beziehungen befänden sich an einem kritischen Punkt. Es sei zwingend erforderlich, dass die beiden großen Länder mit Verantwortung für die Welt, die Geschichte und die beiden Völker einen richtigen Ansatz verfolgen, um miteinander auszukommen, und daran arbeiten, die bilateralen Beziehungen vor einer weiteren Verschlechterung zu schützen und sie wieder zu stabilisieren. Die USA sollten sich wieder exakt an die drei chinesisch-amerikanischen Kommuniqués und das Ein-China-Prinzip halten, ihre Ein-China-Politik ohne zusätzliche Elemente bekräftigen und sich unmissverständlich gegen alle separatistischen Aktivitäten jeglicher Form im Sinne einer „Unabhängigkeit Taiwans“ aussprechen, so der chinesische Außenminister weiter. Die Taiwan-Frage sei Chinas innere Angelegenheit, und die Vereinigten Staaten hätten keinerlei Recht, sich in die Lösung der Taiwan-Frage einzumischen. Chinas Haltung zur Lösung der Taiwan-Frage sei konsequent und eindeutig – China werde weiterhin an den Grundprinzipien „friedliche Wiedervereinigung und ein Land, zwei Systeme“ festhalten.

Es gebe gleichzeitig gemeinsame Interessen und tiefgreifende Differenzen zwischen China und den Vereinigten Staaten, eine Realität, die sich nicht ändern werde, sagte Wang. Die beiden Staaten waren sich gleich zu Beginn ihres Kontaktes bewusst, dass sie es mit einem anderen System zu tun hatten, was weder zu einem Hindernis für eine bilaterale Zusammenarbeit auf der Grundlage gemeinsamer Interessen geworden sei, noch ein Grund für eine Konfrontation oder einen Konflikt zwischen beiden Ländern sein sollte.

Wang äußerte die Hoffnung, dass die USA ihre Wahrnehmung gegenüber China korrigieren und ihre von Eindämmung und Unterdrückung geleitete Chinapolitik überdenken und ändern. Die Amerikaner sollten ihre Absicht aufgeben, aus einer Position der Stärke heraus mit den Chinesen zu verhandeln, sie sollten auch nicht ständig daran denken, Chinas Entwicklung einzudämmen, oder häufig zu einseitigem Mobbing greifen. Die Vereinigten Staaten sollten ein Umfeld schaffen, das der Wiederaufnahme des normalen Austauschs zwischen beiden Seiten förderlich sei, und die Rückkehr der chinesisch-amerikanischen Beziehungen zu einer gesunden und stabilen Entwicklung fördern, sagte Wang.

Blinken sagte, die Beziehungen zwischen den USA und China befänden sich in einer schwierigen Situation. Es liege im Interesse beider Seiten, die bilateralen Beziehungen wieder auf einen stabilen Kurs zu bringen. Blinken stellte fest, dass die Vereinigten Staaten und China ihre Differenzen in der Vergangenheit erfolgreich bewältigt hätten. Die US-Seite sei bereit, eine offene Kommunikation und einen Dialog mit China zu führen, Missverständnisse und Fehleinschätzungen zu vermeiden und einen Weg nach vorne zu finden. Blinken bekräftigte auch, dass die US-Seite keinen „neuen Kalten Krieg“ anstrebe, ihre Ein-China-Politik nicht geändert habe und die „Unabhängigkeit Taiwans“ nicht unterstütze.

Wang und Blinken tauschten sich auch über die Lage in der Ukraine aus. Beide Seiten betrachteten das Treffen als offen, konstruktiv und wichtig und vereinbarten, die Kommunikation aufrechtzuerhalten.

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