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China: Tragödie in Afghanistan darf sich nicht wiederholen

30.08.2022 16:32:59

(Foto: VCG)

(Foto: VCG)

Zhang Jun, Chinas ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen, bezeichnete am Montag den 20-jährigen Krieg ausländischer Truppen in Afghanistan als Fiasko und betonte, dass sich die Tragödie in Afghanistan niemals wiederholen dürfe.

Das Fiasko habe wieder einmal bewiesen, dass militärische Intervention und Machtpolitik nicht der richtige Weg seien, dass ausländische Modelle und demokratischer Wandel die Herzen der Menschen nicht gewinnen könnten, sagte Zhang bei einem Briefing des Sicherheitsrats zu Afghanistan.

Der Abzug der ausländischen Truppen sei nicht das Ende der Verantwortung, sondern der Beginn von Nachdenken und Korrektur. Die betroffenen Länder hätten ernsthaft über ihre Fehler nachdenken und sie rechtzeitig korrigieren müssen, anstatt mit einem Achselzucken davonzugehen, sagte er.

Mit dem Abzug der ausländischen Truppen habe das afghanische Volk die Möglichkeit, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, sagte Zhang und wies darauf hin, dass im vergangenen Jahr die afghanische Übergangsregierung ihre Arbeit aufgenommen und die Sicherheitslage erheblich verbessert habe.

Zhang forderte die Vereinigten Staaten dringend auf, die eingefrorenen Guthaben ohne Verzögerung und ohne Bedingungen vollständig an Afghanistan zurückzugeben.

„Wir fordern die internationale Gemeinschaft, insbesondere die für den Krieg verantwortlichen Länder, auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um dem afghanischen Volk weiterhin zu helfen und es nicht im Stich zu lassen oder zu bestrafen. Afghanistan braucht die Hilfe der internationalen Gemeinschaft, und auch die Welt braucht ein friedliches und stabiles Afghanistan“, sagte er.

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