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Wie ist es bestellt um Beijings Leitungswasser
  2013-01-21 09:18:38  cri
„Leitungswasser! Ich trinke seit Jahrzehnten ausschließlich Leitungswasser. Das ist kein Problem!"

„Normalerweise trinke ich kein Leitungswasser. Es ist nicht problematisch, aber wenn, würde ich es abgekocht trinken! Doch in der Regel, ist mir dieses Vorgehen zu mühsam."

„Ich trinke das Wasser, das durch den Wasserreiniger gegangen ist. Früher habe ich auch zu Leitungswasser gegriffen. Es gab allerdings so viel Kesselstein, dass ich den Behälter nicht mehr weiter benutzten konnte."

Die meisten der auf der Straße befragten Hauptstadteinwohner gaben an, keine Bedenken vor Leitungswasser zu haben. Einzelne Leute führten an, lieber abgepacktes Trinkwasser zu kaufen oder sprachen sich für eine Kläranlage in ihrem Wohnviertel beziehungsweise einen Haushaltswasserreiniger aus.

Wir sprachen auch noch einmal selbst mit dem Wissenschaftler-Ehepaar. Warum haben Zhao Feihong und ihr Mann seit 20 Jahren kein Leitungswasser angerührt? Zhao Feihong arbeitet als Wissenschaftlerin beim Trinkwasserkomitee des Gesundheitsvereins in Beijing. Sie gibt an, monatlich um die 800 Yuan für verschiedenste Arten von Flaschenwasser auszugeben. Zhao selbst sagt:

„Ich persönlich würde gerne mein Gesundheitsniveau erhöhen. Ich habe die Kompetenz und die technischen Möglichkeiten, das Wasser zu testen und auszuwählen. Aber das ist eine persönliche Sache und kein weit verbreitetes Phänomen."

Doch ist das Beijinger Leitungswasser nun unbedenklich zu trinken? Sun Shuxia, Wissenschaftler am WHO-Forschungszentrum für Gesundheitserziehung sagt dazu:

„Heute ist das Leitungswasser bedenkenlos zu trinken. Gekochtes Leitungswasser ist einfach und natürlich. Deshalb gilt es als das Beste. Früher war das Oberflächenwasser tatsächlich verschmutzt. Deshalb tranken die Leute verschiedenste Arten an Wasser wie Mineralwasser, reines oder destilliertes Wasser. Aber heute hat das Leitungswasser eine ordentliche Qualität."

Auch Lin Aiwu, Leiter des Kontrollzentrums für Wasserqualität in Beijing, schließt sich der Meinung an. Seinen Erfahrungen nach liegt die Leitungswasserqualität in Beijing sogar über dem nationalen Standard. Auch zum Nitratgehalt, der den Kesselstein verursacht, gebe es einen strengen Grenzwert. Liu Aiwu sagt:

„Bis zu 40 Prozent des Leitungswassers besteht aus Grundwasser. Der nationale gesetzliche Grenzwert bei Nitrat im Trinkwasser beträgt 10 mg/l, für Grundwasser liegt er bei 20 mg/l. Trotzdem wird hier mit dem 10 Milligramm-Standard gearbeitet."

Auch werde laut der Sprecherin der Beijinger Wasserwerkgruppe, Liang Li, das Wasserleitungssystem der Hauptstadt erneuert. Sie sagt:

„Wir haben in den vergangenen Jahren bereits viel Arbeit in die Erneuerung der Wasserleitungen gesteckt. Jedes Jahr wurden rund 200 bis 300 Kilometer an Wasserleitungen überholt. Nach der Regierungsgenehmigung werden wir die Reformierung des Wassersystems in fünf Phasen vornehmen."

Zukünftig kann sich in Beijing auch jeder Einwohner selbst über die aktuellen Wasserqualitätswerte schlau machen. Denn diese werden seit Mitte Januar auf der Webseite der Beijinger Wasserwerkgruppe veröffentlicht.

Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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