"Kalte Luft, Zigarettenrauch und der Duft von kosmetischen Produkten haben bei mir sofort einen Husten ausgelöst."
Husten ist eine recht häufige Krankheit, bei Herrn Wang aber war er etwas ungewöhnlich:
"Ich habe fast jeden Tag gehustet. Es war schwer zu sagen, wann ich husten musste, wie lange es dauern und wie stark es sein würde."
Herr Wang bekam oft einen starken Juckreiz im Hals, und der Husten war kaum zu unterdrücken. Zahlreiche Schulmediziner suchte er auf, er bekam viele Medikamente gegen Halsentzündung und Luftröhrenentzündung verschrieben, aber alles ohne Erfolg! Der Husten wurde schlimmer, und sogar Asthma kam hinzu.
2004 schließlich hat Herr Wang endlich seinen Retter gefunden, Chao Enxiang, TCM-Experte für Atembeschwerden am Beijinger Sino-Japan Friendship Hospital.
Nach der TCM gibt es zweierlei häufige Arten von Husten: Wind-Kälte-Husten und Wind-Hitze-Husten. Husten, der durch Wind und Kälte verursacht wird, hat dünnen, weißen Schleim zur Folge. Und Husten, der durch Wind und Hitze verursacht wird, hat gelben Schleim als Symptom. Herr Wang aber hatte einen Juckreiz im Rachen.
Was also war der Auslöser dieses ungewöhnlichen Hustens? Dr. Chao Enxiang hat in zahlreichen klassischen Werken der TCM nachgeschlagen, um dies herauszufinden. In einem medizinischen Werk aus der Sui-Dynastie (6. bis 7. Jahrhundert) hat er endlich eine Antwort gefunden:
"Im Buch „Zhu Bing Yuan Hou Lun"(Ursprung der Krankheiten) wurden zehn Hustenarten erwähnt. Der Wind-Husten gehört dazu. Patienten, die an solch einem Husten leiden, können bei einem Hustenanfall kaum sprechen, so heißt es in dem Buch".
Herr Wang hatte genau dieses Symptom. Und auch der Juckreiz im Hals entsprach den Merkmalen des Wind-Hustens, wie Dr. Chao ihm sagte:
"Vergleicht man Herrn Wangs Symptome mit denen bei durch Wind verursachten Krankheiten, so gibt es große Ähnlichkeiten, zum Beispiel der Juckreiz. Nach der TCM ist dieses Jucken eine Folgeerscheinung des Außenwindes."
Dr. Chao hat also seine Diagnose erstellt und ein Rezept gegen Wind-Husten verschrieben. Was genau aber ist Wind-Husten? Hat diese Krankheit mit der Naturerscheinung Wind zu tun? Wenn ja, wie ist denn der Wind in den Hals gekommen? Nach Dr. Chao ist hier ein Krankheitserreger gemeint, der ähnlichen Charakter wie der Wind hat. Der Wind ist unsichtbar, schnell, dringt durch jede Ritze und kommt oder geht zu keinem bestimmten Zeitpunkt. Die TCM nennt Krankheiten, die solche charakterlichen Besonderheiten haben, Wind-Krankheit. Und dazu gehört auch der Wind-Husten. Wind-Krankheiten gehen meistens auch mit Juckreiz einher; allergischer Husten und Asthma gehören nach der TCM zur Kategorie Wind-Husten. Bei der TCM-Behandlung wird dieser „Wind" aber nicht blockiert, sondern abgeleitet.
Nach dreiwöchiger Einnahme von TCM-Kräutern haben sich damals die Beschwerden von Herr Wang erheblich verbessert. Er konnte wieder arbeiten und ein normales Leben führen.
Genau so wechselhaft wie der Wind ist, so gibt es bei Wind-Husten auch oft einen Rückfall. Dr. Chao verschreibt daher gerne zur Vorbeugung ein Medikament, welches aus drei Arzneimitteln besteht: 2 Gramm Süßholz (Glycyrrhiza uralensis), 2 Gramm Chrysanthemenblüte und zwei Stück geräucherte dunkle Chinesische Essigpflaume. Die Arzneien sollen mit sprudelndem Wasser aufgebrüht und täglich als Tee getrunken werden.


Dr. Chao erklärt die Funktion der Arzneimittel:
"Chrysanthemenblüten haben eine windableitende Funktion, die Chinesische Essigpflaume hat eine antiallergische Funktion. Süßholz ist rachenschonend und bewirkt eine Verbesserung der Atemwege."

Dr. Chao Enxiang hat also aus der Schatzkammer der TCM eine glänzende Perle hervorgeholt und zahlreichen Patienten wie Herrn Wang geholfen, von ihren Beschwerden loszukommen.



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