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Shuhe – eine Stadt an der Teeroute
  2011-12-26 11:21:03  cri

       

Alte Häuser, eine mit Stein gepflasterte Straße und ältere Menschen, die gemütlich vor ihren Häusern sitzen und plaudern. In Shuhe weiß man das Leben zu genießen. Das fällt auch den Fremden auf. Herr Wang ist ein Tourist aus Anhui und weiß die Atmosphäre in dem kleinen Städtchen zu genießen. Er sagt:

„Ich bin das erste Mal hier. Früher habe ich gehört, dass es hier viele Bars gibt und sehr interessant ist. Als ich in die Altstadt Shuhe gekommen bin, haben mich aber die traditionellen Gebäude angelockt. Die alten Häuser sind sehr gut erhalten. Die ganze Stadt ist ruhig und idyllisch. Ich fühle mich hier sehr wohl."

Shuhe war früher eines der Zentren der traditionellen Teeroute, auf der Tee und andere Waren aus Yunnan über Tibet bis nach Nepal und Indien transportiert wurden. Es war eine glorreiche Zeit für Shuhe. Bai Zhiyuan ist der Direktor des Teeroute-Museums und stellt die Geschichte der Stadt vor:

„Shuhe befindet sich im tibetischen Teil von Yunnan. Alle Pferdekarawanen, die aus dem Süden kamen und nach Norden gingen, mussten an Shuhe vorbei. Von dem Jahr 680 bis zur Gründung der Volksrepublik hatten die Menschen hier immer etwas mit dem Handel zu tun. Früher gab es in Shuhe mehr als 30 Pferde-Geschäfte für Transport."

Herr Shi ist in Shuhe aufgewachsen und hat den Großteil seines langen Lebens hier verbracht. Noch heute erinnert er sich an das lebhafte Treiben von damals:

„Als ich noch klein war, habe ich jeden Tag, vor allem am Nachmittag, die Pferdeglocken schellen gehört. Die Händler haben hier Rast gemacht. Früher gab es keine Lampen. Da haben wir im Licht der Fackeln eingekauft."

Die steilen Pferdepfade von früher sind längst einer modernen Schnellstraße gewichen. Wenn man an ihr entlangfährt, kann man sich vorstellen, wie schwer das Los der Händler war. Sie mussten über hohe Pässe gehen, stürzende Bäche überqueren und durften in dichten Wäldern die Orientierung nicht verlieren. Es waren diese tapferen Männer, die Städten wie Shuhe die Welt geöffnet haben. Cheng Qiang gehört der Volksgruppe der Naxi an und erzählt, wie das vonstatten ging:

„Die Pferdehändler haben da draußen Geschäfte gemacht. Und sie haben immer paar Sachen hierher gebracht, die unser Leben verändert haben. Sie haben uns Tee gebracht, das war viel besser als einfach gekochtes Wasser zu trinken. Dann gab es noch solche grünen Steine, das war etwas tolles, das hat es bei uns hier nicht gegeben."

Die Teeroute ist ein gutes Beispiel dafür, dass es beim Handel nicht nur um den An- und Verkauf von Waren und Profite geht. Es ist auch ein Weg, um Menschen mit unterschiedlichen Traditionen und Bräuchen miteinander zu verbinden.

Übersetzt von Li Qian

Gesprochen von Xiao Lan

Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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