Seit der Film „Old Boys" am 28. Oktober 2010 im Internet hochgeladen wurde, ist er bereits vier Millionen Mal verschickt worden. Über acht Millionen User schauten sich den Streifen bereits auf der populären chinesischen Filmplattform Youku.com an.
Die Produktion von „Old Boys" dauerte gerade mal 16 Tage und das Investment betrug lediglich 700.000 Yuan. Kurzfilme dieser Art, mit einem Schmalspur-Budget und großem Profit, haben die Aufmerksamkeit von Investoren angezogen. Wang Yifei ist der Geschäftsführer der Firma „Beijing Herun media":
„Der finanzielle Aufwand für solch einen Kurzfilm liegt aktuell gerade mal bei einigen Millionen Yuan. Und Werke mit solchen Investment sind schon hochwertige Produktionen, andere entstehen mit nur einigen 100.000 Yuan."
Wang Yifei erklärt, dass die meisten Geldgeber für Kurzfilme aus Medienunternehmen, Videoplattformen und größeren Kooperationsgruppen bestehen. Der Profit dieser Kurzfilme entspringt aus der Werbung und einer gesteigerten Kunden Wahrnehmung.
„Durch diese Kurzfilme wollen die Firmen mehr Käufer in ihrer Zielgruppe erreichen. Sobald ich weiß, haben einige Automobilbauer mehr als 10 Millionen Yuan RMB in Kurzfilme dieser Art gesteckt."
Obwohl einige Investoren der Kurzfilme profitieren, sind die Erträge doch deutlich geringer, als bei den Produktionen von guten Filmen oder Fernsehserien.
Einhergehend mit dem gesteigerten Interesse an Kurzfilmen, ist auch die Teilnahme der Unternehmen an der Produktion und den Investitionen gestiegen. Die Frage danach, wie man sich von der Konkurrenz abheben kann, beschäftigt viele Produktionsfirmen dieser Kurzfilme. Xu Li ist Produzentin einer Kurzfilm-Serie.
„Diese Form der neuen Medien stellt eine Plattform ohne Einschränkung dar. Aber wie hebt man sich von der Konkurrenz ab? Eine Möglichkeit besteht darin, aus einem Kurzfilm eine Serie zu machen. Allerdings müssen Serien besser als eine Kurzfilm-Produktion sein: sie brauchen eine effektivere Kommunikation."
Branchenkenner geben an, dass die Produktionsmethoden von Kurzfilmen heute auf dem Level von TV-Serien liegen. Alle Schritte werden von professionellen Teams durchgeführt – vom Fotografieren bis zum Schneiden.
Die Produktion der Kurzfilme kann sich mehr auf inhaltliche Aspekte konzentrieren, sind die Kosten doch vergleichsweise gering. Das ist auch der Grund, warum Kurzfilm-Rezipienten weniger Special Effekts zu Gesicht bekommen. Darüber hinaus sind die Handlungsstränge der meisten Kurzfilme mehr am Alltagsleben der Zielgruppe orientiert. Xu Li erzählt uns von ihrem Verständnis der Kurzfilme.
„Hinter dieser Art von Filmen steht ein geballtes Konzept. Der Inhalt sollte noch besser durchdacht sein."
Dank der steigenden Durchschlagskraft der Kurzfilme haben auch viele große Unternehmen begonnen, eigene Streifen zu ihren Marken und dem Firmen-Image zu drehen.
Übersetzt von Tabea Nehrbass
Gesprochen von Xi Jing



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