
Gehen ist die einfachste und günstigste Methode, Herzkrankheiten vorzubeugen. Bereits Anfang der 1920er Jahre begannen Kardiologen in den USA, Patienten mit Herzkrankheiten und Patienten nach einem Herzinfarkt mit dem Repezt des Zu-Fuß-Laufens zu behandeln.
Einer Studie unter 1.600 65-jährigen aus den USA zufolge ist die Sterberate infolge von Herzkrankheiten bei Menschen, die jede Woche mindestens vier Stunden zu Fuß laufen, um 73 Prozent niedriger als bei denjenigen, die pro Woche nicht einmal eine Stunde gehen.
Das Ergebnis einer Studie der University of Pittsburgh zeigt, jede Woche mindestens 9,6 Kilometer zu Fuß zu laufen, sei ein effektiver Weg, um Gehirnrückbildung und Altersdemenz vorzubeugen. Denn Laufen kann Gehirnvolumen vergrößern. Auch die Rate der Gedächtnisprobleme sinkt um 50 Prozent.
Laufen dient auch zur Kontrolle des Blutzuckers. Wenn man pro Woche drei Tage zu Fuß geht und innerhalb von 30 Minuten drei Kilometer zurücklegt, geht die Ausbruchsrate von Zuckerkrankheiten um 25 Prozent zurück. Wenn man dies sogar vier Tage pro Woche tut, sind es 33 Prozent.
Viele wissen vielleicht nicht, dass das Gehen sogar den Verlust der Mineralstoffe reduziert und damit Osteoporose vorbeugt. Eine US-Fachzeitschrift berichtet, im Vergleich zu Jogging übe Gehen weniger Druck auf die Gelenke aus. Zudem helfe es auch, die Abnahme der Gelenkfunktionen zu verlangsamen.
Ein 30-minütiger Spaziergang verbraucht etwa 75 Kilokalorien. Wer schlank bleiben will, braucht regelmäßige Bewegung. Die Wirkung einer unregelmäßigen, dafür aber heftigen Bewegung dauert höchstens 48 Stunden an. Übermäßige Bewegung kann manchmal sogar plötzlichen Tod verursachen. Gehen ist die geeigneteste Variante. Es öffnet den Menschen auch das Tor zur langen Lebenserwartung. Weiteren Untersuchungsergebnissen zufolge ist die Lebenserwartung von Menschen, die jeden Tag mindestens 30 Minuten zu Fuß laufen, um ein Vielfaches höher als bei anderen, egal wie hoch der Fettgehalt ihrer Körper liegt.
Wichtig ist richtiges Gehen. Zu langsames Gehen, Gehen mit geducktem Kopf oder auch Gehen mit beiden Händen hinter den Hüften oder mit den Händen in den Hosentaschen ist nicht gut für die Gesundheit.
Neben lockerer Kleidung und Socken aus Baumwolle sind besonders die Schuhen wichtig. Dabei gilt: Je leichter, desto besser. Beim Gehen darf der Körper nicht zu locker sein: Kopf hoch, Brust raus, Augen geradeaus, und dabei den Bauch einziehen. Beim Schritt zählen Rhythmus und Harmonie.
Ein Artikel in der US-Zeitschrift Prevention weist darauf hin, dass das Gehen erst dann den Geist entspannen kann, wenn man sich auf beide Füße konzentriert und die Erde spürt. Ein chinesisches Sprichwort lautet: „Geht man nach dem Essen Hundert Schritte, kann man 99 Jahre leben". Das ist falsch. Direkt nach dem Essen braucht der Körper eine Stunde Pause. Kurz nach dem Essen ist das Blut vor allem im Verdauungssystem verteilt. Wenn man sich gleich nach dem Essen bewegt, wird das Blut vom Verdauungssystem in die Gliedmaßen fließen, was die Verdauung benachteiligt.
Leichtes Schwitzen ist gut. Gehen bei heiterem Wetter oder im Regen hat eine spezielle Wirkung für die Gesundheit. Die durch Regen entstandenen Sauerstoffione können helfen, Nerven zu entspannen und Depressionen abzubauen. Empfehlenswert ist zudem, rückwärts zu gehen. Das stimuliert Körper und Geist: Dadurch können die kleineren Muskeln der Beine und das Kleinhirn trainiert werden. Zu guter Letzt wird auch noch die Blutzirkulation der Lenden verbessert.

Übersetzt und gesprochen von Qiu Jing



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