
Akupunktur spielt eine wichtige Rolle im Krankenhaus für traditionelle chinesische Medizin in Wuxi. Vor allem die sogenannte Technik der „Goldenen Nadel der Familie Du" erfreut sich unter Patienten aus dem In- und Ausland großer Beliebtheit. Es kommen viele Ärzte nach Wuxi, um diese Methode zu lernen. Nina Yabeti vom Medizinischen Zentrum der französischen Stadt Nimes ist eine von ihnen.
„Ich fühle mich sehr glücklich. In China gibt es viele Patienten, die ihre Krankheiten durch Akupunktur behandeln. Das ist ganz anders als in Frankreich. In Frankreich fällt TCM den Patienten nur ein, wenn sie bei der westlichen Behandlung einen Misserfolg erlitten haben. Im TCM-Krankenhaus von Wuxi gibt es viele Akupunktur-Lehrer. Gegen verschiedene Krankheiten wenden sie unterschiedliche Methoden an. Davon habe ich viel profitiert."
Nina hat auch einigen französischen Freunden, die in Wuxi arbeiten oder studieren, Akupunktur vorgestellt und einige von ihnen auch gleich behandelt. Die guten Erfahrungen haben sie in ihrer Begeisterung nur noch bekräftigt.
„In Wuxi habe ich einige französische Freunde. Ich habe sie mit Akupunkturnadeln behandelt und dabei gute Ergebnisse erzielt. Nachdem ich nach Frankreich zurückgehe, werden sie das Krankenhaus weiter besuchen. Und vielleicht werden auch in Frankreich eines Tages mehr Menschen Akupunktur ausprobieren."
Ihr Können hat Nina nicht nur ihrem Fleiß, sondern auch der Unterstützung des medizinischen Personals des Krankenhaus von Wuxi zu verdanken. Für sie ist Nina ein Mitglied ihres Teams.
„Alle Ärzte im TCM-Krankenhaus sind sehr freundlich. Sie bringen mir alles erdenkliche Wissen bei. Am Anfang hat mich Dr. Zhou eingewiesen, der früher auf Malta gearbeitet hat und die europäische Kultur gut versteht. Wir kamen gut zu Recht. Dr. Zhou kann sehr gut Schlaflosigkeit und Nikotinabhängigkeit behandeln. In diesen Bereichen habe ich sehr viel von ihm gelernt."
Doch der Erfolg von Nina ist nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern auch Zeichen für die Anerkennung von TCM in der Welt. Und es ist ein weiterer Schritt bei dem Austausch zwischen Ost und West. Das freut den Direktor der Akupunktur-Abteilung des Krankenhauses, Dr. Ding Min:
„Nina ist eine wissbegierige Ärztin. Sie hat ein großes Interesse an der chinesischen Kultur und stellt gerne Fragen. Über manche Fragen habe ich früher gar nicht nachgedacht. Über die müssen wir in der Zukunft eingehend diskutieren. Wir betrachten sie als ein Mitglied unseres Teams, und arbeiten sehr gut mit ihr zusammen. Ich habe auch das Medizinische Zentrum in Nimes besucht. Zwar nutzen sie nur wenig Akupunktur, aber sie sind sehr stark in der wissenschaftlichen Forschung. In diesem Bereich müssen wir von ihnen lernen."
Die dreimonatige Ausbildung ist schnell zu Ende gegangen. Die Erfahrungen in China haben bei Nina einen tiefen Eindruck hinterlassen.
„Jetzt muss ich wieder nach Frankreich zurück. Das macht mich ein bisschen traurig, weil ich viele Freunde hier kennengelernt habe. Sie waren sehr gut zu mir. Zudem habe ich viel gelernt, auch über die chinesische Kultur. In Nimes werde ich weiterhin Akupunktur lernen und Patienten behandeln. Die chinesische Kultur ist sehr reichhaltig. Es gibt noch viel zu lernen."
Nina erzählt noch, dass sie nach ihrer Rückkehr nach Frankreich heiraten wird. Sie hat viele typische chinesische Waren gekauft, Tee, aber auch ein rotes Brautkleid und passende Schuhe. Auf dieser Hochzeit wird ein Hauch von China wehen.
Übersetzt von Li Qian
Gesprochen von Zheng An



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