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Guo Mingyi - Ein guter Mann
  2011-06-14 14:46:29  cri
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Es ist nicht schwer, sich für eine gute Sache einzusetzen. Sich jedoch dauerhaft für das Gemeinwohl einzusetzen ist ungleich schwerer. Ein normaler Arbeiter eines Stahl- und Eisen-Konzerns in der nordostchinesischen Stadt Anshan hat in den vergangenen 20 Jahren insgesamt 60 Liter Blut gespendet. Mit 120.000 Yuan hat er außerdem in den letzten 16 Jahren über 180 arme Kinder unterstützt. Sein Name ist Guo Mingyi. Er hilft zwar nur mit Kleinigkeiten, aber dauerhaft.

Der 53-jährige Guo Mingyi trägt eine große altmodische Brille. Er lächelt immer. Seine dunkle Hautfarbe ist auf seine Arbeit als Verkehrsordner in einem Bergwerk in Anshan zurückzuführen. Guo verdient nicht viel. Seine dreiköpfige Familie wohnt in einer 40 Quadratmeter großen Wohnung, in der es nur wenige Elektrogeräte gibt. Die Ersparnisse seiner Familie liegen bei null. Guo Mingyi kümmert es nicht, ob er viel verdient oder in den Genuss materiellen Wohlstands kommt. Ihm ist es viel wichtiger, anderen Menschen helfen zu können.

Seit 1990 war Guo Mingyi 54 Mal in Blutspendenstationen und hat über 60 Liter Blut gespendet. Dies ist fast das Zehnfache der gesamten Blutmenge eines Menschen. Außerdem hat er über 180 Kinder aus ärmlichen Verhältnissen finanziell unterstützt, damit sie wieder zur Schule gehen können. Obwohl Guo selbst nicht reich ist, hat er sich daran gewöhnt, andere Menschen, die Hilfe brauchen, zu unterstützen.

Bei dem 10 Monate alten Yan Han wurde Leukämie diagnostiziert. Für seine Eltern, normale Arbeiter, war das ein schwerer Schlag. Um ihn zu behandeln, verkaufte die Familie ihre Wohnung und gab alle Ersparnisse aus.

„Wir hatten damals kein Geld mehr. Ich fürchtete, dass mein Sohn bis zum nächsten Jahr nicht mehr durchhält."

Zu dieser Zeit trat Guo Mingyi in das Leben des Kindes. Als er von Yan Han hörte, kam er ihn oft besuchen und brachte Geld mit.

„Ich sagte der Mutter: „Mach dir keine Sorgen. Ich werde mich darum kümmern. "

Guo organisierte mehrere Spendeaktionen für Yan Han. Insgesamt wurden 100.000 Yuan gespendet. Und die Familie sieht ihrem Leben wieder mit Hoffnung entgegen.

Yang Siwen wurde nach der Geburt von ihren Eltern verlassen und lebt zusammen mit ihrer Großmutter. Monatlich bekommt die Großmutter nur das Existenzminimum von 300 Yuan. Seitdem Yang Siwen zur Schule geht, leidet ihre Großmutter an einer Krankheit. Das Leben der Familie war so schwer, dass die Großmutter über Selbstmord nachgedacht hat.

„Ich dachte damals oft daran, warum man leben muss. Es ist schwer, zu leben."

Als Guo Mingyi 2006 von der Situation von Yang Siwen hörte, begann er die Familie finanziell zu unterstützen. Erst 2007 hatte die Großmutter die Gelegenheit, sich mit dem Sponsor Yang zu treffen.

„Ich dachte, der Sponsor muss sehr reich sein. Ansonsten würde er uns nicht finanzieren. Aber als ich mich mit ihm traf, war ich überrascht. Ich hatte plötzlich Tränen in den Augen. Er trug Arbeitskleidung. Seine Hose war mit einem Flicken repariert. Ich war sehr berührt. Er ist kein reicher Mensch, aber sehr warmherzig. Was er getan hat, ist großartig."

In den vergangenen Jahren hat Guo Mingyi selbst über 120.000 Yuan gespendet. Dies ist mehr als die Hälfe seines gesamten Lohns, den er seit dem Beginn seiner Arbeit verdient hat.

Unter der Initiative von Guo Mingyi meldeten sich seit 2006 mehr als 1700 Menschen in Anshan, um Stammzellen zu spenden. 2008 wurde auf seine Initiative hin die „Guo Mingyi Gruppe" gegründet. In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Mitglieder dieser Gruppe von 12 auf über 2800 gestiegen. Sie spendeten rund 400.000 Yuan und finanzierten etwa 1000 Kinder aus ärmlichen Verhältnissen. 2009 gründete er einen Club freiwilliger Organspender. Mit über 200 Mitgliedern gilt der Club als der größte Club freiwilliger Organspender in China.

Seit 20 Jahren arbeitet Guo Mingyi in dem Bergwerk in Anshan. Er ist mit seinem Leben zufrieden und hat keine Wünsche für sich selbst.

„Ich brauche nichts. Ich brauche keine Beförderung oder mehr Geld. Ich möchte mein Leben und meine Gedanken so beibehalten. Ich möchte nur einfache Sachen tun. Das ist alles. Du wirst sehen, dass ich es durchhalte."

Übersetzt von  Lü Xiqian

Gesprochen von  Lü Xiqian


Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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