Es ist eine Tatsache, dass in einigen Orten Chinas lebende Tiere gegessen werden. Abgesehen von Fischen werden mittlerweile jedoch andere lebende Tiere kaum bis gar nicht mehr gegessen. Die Standpunkte und Essgewohnheiten der Chinesen wandeln sich allmählich. Immer mehr Menschen halten sich Haustiere wie etwa einen Hund, eine Katze, Fische oder Vögel. Sie lieben die Tiere und kümmern sich um sie. Außerdem wird die Aufklärungsarbeit unter der Bevölkerung zunehmend verstärkt.
In China gibt es inzwischen auch schon einige Webseiten für den Tierschutz wie zum Beispiel das „Chinese Animal Protection Network". Das ist eine Tierschutzorganisation mit wohltätigem Hintergrund. Sie setzt sich für die Achtung und das Recht von Tieren ein. Das „Chinese Animal Protection Network" verfügt über langfristige Kooperationsvereinbarungen mit in- und ausländischen Tierschutzorganisationen.
Die Betreiber von chinesischen Tierschutz-Webseiten organisieren häufig wichtige Kampagnen. So veröffentlichen sie zum Beispiel Bild- und Videomaterial von Tieren in Not und hoffen dadurch, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf diese Problematik zu lenken. Außerdem weisen sie ständig darauf hin, dass Tiere über eine ähnliche Wahrnehmung und über einen ähnlichen Lebensdrang wie wir Menschen verfügen. Wie wir Menschen haben auch die Tiere ein Recht aufs Leben. Auch ihr Leben ist wertvoll und schützenswert.
Auf chinesischen Tierschutz-Webseiten wird auch immer wieder dazu aufgerufen, möglichst Fleischprodukte aus artgerechter Haltung zu kaufen. Abgesehen davon sind wenig Fleisch und viel Gemüse ja auch äußerst gesund. Auch der richtige Umgang mit Haustieren wie Hunden und Katzen wird auf Tierschutz-Webseiten erklärt. Im Weiteren wird zum Boykott gegen den Tierhandel sowie Aufführungen mit Tieren etwa in Zoos aufgerufen.
Die chinesischen Tierschutzorganisationen betrachten die positive Entwicklung des Tierschutzes auch als ein Symbol für den sozialen Fortschritt. Tiere sind seit jeher Freunde der Menschen und haben ebenso ein Recht auf Leben. Der Tierschutz hat indirekt auch mit dem Schutz der menschlichen Gesundheit zu tun, wie uns die SARS-Krise im Jahr 2003 eindrücklich gezeigt hat. Damals gab es in China 350 Tote. Die vielen SARS-Toten sollten uns also eine Lehre sein.
Beim Tierschutz geht es immer auch um die Gesundheit des Menschen. Ein anderes Beispiel ist das Impfen von Haustieren. Die Impfung wird ja nicht nur zum Schutz der Tiere vorgenommen, sondern auch zum Wohl der Tierbesitzer.
In mehreren Orten Chinas gibt es inzwischen auch Tierschutzverbände. Ein gutes Beispiel etwa ist der Chinesische Verband zum Schutz von Haustieren, bei dem momentan einige hundert Hunde und Katzen in Pflege sind. Viele Leute unterstützen den Verband mit Geldspenden oder erklären sich andersweitig zum Helfen bereit.
Zudem werden an vielen chinesischen Schulen mittlerweile Kurse zum Thema Tierschutz abgehalten. Auf diese Weise sollen die Kinder von klein auf zu mehr Umweltbewusstsein und Tierliebe erzogen werden.
Wir möchten an dieser Stelle auch den Entwurf für das erste Tierschutzgesetz der Volksrepublik China erwähnen, der im September 2009 ausgearbeitet wurde. Die Öffentlichkeit wurde dazu im Internet explizit um Meinung gefragt. In China gibt es derzeit erst das Gesetz über den Schutz von Wildtieren, das im August 2004 in Kraft getreten war.
Das neue Tierschutzgesetz wurde von der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften initiiert. Experten zahlreicher Universitäten waren an seiner Ausarbeitung beteiligt. Unter anderem verbietet es die Quälerei und Aussetzung von Tieren. Auch die Bestimmungen für die Ausfuhr von Tieren werden darin genau geregelt. So sind etwa Misshandlungen beim Transport oder beim Schlachten strengstens verboten.
Das neue Tierschutzgesetz der Volksrepublik China befindet sich allerdings erst in der Anfangsphase. Noch ist es vom Nationalen Volkskongress nicht angenommen worden und damit noch nicht in Kraft getreten.
Übersetzt von Li Yan
Gesprochen von Li Yanping



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