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Afrikanische Models auf Jobsuche in China
  2011-04-21 10:12:02  cri
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Afrikanische Models werden in der Modeindustrie sehr geschätzt, vor allem in den USA und Europa. Iman aus Somalia, Alek Wek aus dem Sudan oder Ajuma Nasenyana aus Kenia sind die Stars großer Modenschauen und dienen vielen aufstrebenden afrikanischen Models als Vorbild.

Da es auf dem US-amerikanischen und europäischen Markt bereits viele afrikanische Models gibt, ist es nicht verwunderlich, dass einige ihr Glück nun in China suchen.

Als Doris Kwaka nach China kam, war sie zuversichtlich, dass ihre Karriere schnell ins Rollen kommen würde. Aber bis jetzt sieht es für das afrikanische Model, das in China groß rauskommen wollte, alles andere als rosig aus. Doris Kwaka hat schon auf vielen Laufstegen in Afrika und Europa gearbeitet, durch ihren Umzug nach Asien hatte sie auf lukrativere Jobs gehofft:

„Ich dachte mir, ich versuche es mal in Asien, da ich schon in Afrika und Europa gemodelt habe. Ich habe mich dann entschieden, nach China zu gehen, da es hier den größten Markt gibt. Deshalb bin ich hier."

In den Modemetropolen der Welt sieht man oft afrikanische Models auf den Laufstegen, in China jedoch sind sie jedoch immer noch ein seltener Anblick. Nach einem Jahr im Land meint Doris Kwaka, dass sie Glück gehabt habe, für die China International Fashion Week 2011 gecastet worden zu sein. Aber sie sucht immer noch nach einem festen Job und hofft, dass sie für weitere Modenschauen gebucht wird.

Sie erzählt von den Herausforderungen für ein afrikanisches Model:

„Bis jetzt kann ich mich nicht beschweren. Ich war ein bisschen überrascht, dass ich gleich beim ersten Casting, zu dem ich gegangen bin, den Job für die Fashion Week bekommen habe. Aber ich war das einzige schwarze Model. Das zeigt, wie selten wir noch sind."

Doris Kwaka glaubt, dass durch die rasch wechselnden Trends in der chinesischen Modewelt zukünftig auch mehr afrikanische Models gebucht werden, um chinesische Entwürfe zu präsentieren. Sie sagt, je mehr Afrikaner nach China zögen, desto gefragter werde bei ihnen chinesische Mode.

Mittlerweile wurde sie von Fusion entdeckt, einer internationalen Modelagentur mit Zweigstellen in den USA, Asien und Europa. Die chinesische Zweigstelle hatte bereits zuvor südafrikanische Models gecastet, Doris Kwak ist ihr neuestes afrikanisches Gesicht.

Ivan Ye, der Geschäftsführer von Fusion China erklärt, warum es für afrikanische Models schwieriger ist, in der chinesischen Modeindustrie Fuß zu fassen:

„Im Moment haben viele unserer Kunden noch keinen Bedarf an schwarzen afrikanischen Models. Aber sie finden afrikanische Models sehr besonders und einzigartig. Da es die chinesische Fashion Week bereits seit einiger Zeit gibt, bessern sich unsere Kunden. Ein Zeichen dafür ist, dass mehr Designer schwarze afrikanische Models für die Fashion Week wollen. Inzwischen können diese Models, auch wenn keine Fashion Week ist, bei einigen großen Schauen in China laufen."

Ye sagt, der Hauptgrund dafür, dass man in China immer noch relativ selten schwarze Models sehe, sei, dass chinesische Designer hauptsächlich für den inländischen Markt arbeiteten. Und die Chinesen sähen lieber asiatische oder europäische Gesichter.

Michaela Muratori, Art-Director der Agentur stellt klar, dass dieser Mangel an schwarzen Models in China sich bald ändern wird:

„Momentan entwickelt sich alles sehr schnell und ich glaube und hoffe, dass sich der Markt auch bald afrikanischen Models öffnen wird. Ich hoffe außerdem, dass der chinesische Markt Verständnis dafür haben wird. Wir versuchen, den chinesischen Markt dahingehend zu erziehen, dass man mehr internationale und afrikanische Models auf den Laufstegen sieht."

Michaela Muratori, selbst ein ehemaliges Model, sagt, dass es für chinesische Designs einen größeren Markt geben könnte, wenn man es schaffen würde, afrikanische Elemente mit aufzunehmen und mehr schwarze Models zu beschäftigen.

Bislang sind schwarze afrikanische Models jedoch immer noch ein seltener Anblick auf chinesischen Laufstegen. Und es sind wenige, die hier Arbeit suchen. Doris Kwaka und einige andere sind Vorkämpferinnen in diesem Bereich. Aber ihre Erfahrungen auf dem Laufsteg der Chinese Fashion Week seien fantastisch gewesen, sagt Kwaka:

„Die Show, auf der ich gelaufen bin, war beeindruckend, da das Thema ‚Natur' war. Ich habe noch nie zuvor so eine Show gesehen. Es sah aus, wie im Dschungel, ich habe mich wie in Afrika gefühlt. Es war wirklich schön. Ich hatte das Gefühl, geschätzt zu werden. Die Leute waren interessiert, weil ich diesen verwegenen Look hatte, also es war ein schönes Gefühl!"

Sie meint, die China International Fashion Week habe viele Designer dazu angeregt, öfter ausländische Models zu buchen. Doris Kwaka hofft, dass auch sie durch die Fashion Week mehr Jobs in China bekommt.

Übersetzt und gesprochen von Stephanie Karraß

Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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