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Die Wanderarbeiter sind heute anders als früher
  2011-02-01 09:27:18  cri
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Manche Unternehmen oder Fabriken beschweren sich sogar, dass es schwieriger geworden ist, Wanderarbeiter einzustellen. Sogar bei höheren Gehältern und fallenden Beschränkungen beim Alter oder Ausbildung würden sich immer noch nicht genug Arbeiter für die ausgeschriebenen Stellen bewerben.

Laut Zhao Na, der Managerin einer Arbeitsagentur im nordostchinesischen Shenyang, ist das verarbeitende Gewerbe und Dienstleistungen besonders betroffen.

„In diesem Jahr haben wir etwa Tausend Arbeiter an drei Fabriken in Shenyang vermittelt. Doch ist der Rekrutierungsprozess sehr mühsam. Außerdem haben 80 Prozent der angestellten Arbeiter in den ersten drei Monaten ihren Arbeitsplatz wieder verlassen."

Laut Zhao Na liegt es nicht am Mangel von Arbeitsmigranten, sondern der Tatsache, dass die meisten von ihnen unterschiedliche Vorstellungen über die Arbeitswelt entwickelt haben. Nach ihrer Ankunft in der Stadt beeilen sich die meisten von ihnen nicht mit der Jobsuche. Sie würden viel lieber ein Arbeitstraining absolvieren.

Tong Hongchao aus der Inneren Mongolei arbeitet seit vier Jahren in Shenyang. Er meint, dass viele seiner Arbeitskollegen mit dem verdienten Geld zurück aufs Land gehen und sich neue Häuser bauen. Er dagegen hat sich vom Ersparten einen Jahr lang einen Ausbildungskurs in Automechanik finanziert.

„Heutzutage sind die Autos viel komplizierter. Sie haben computergestützte Steuerungssysteme. Ich habe mir gedacht, ich muss noch viel lernen. Deswegen habe ich beschlossen weiter zu studieren."

Nach dem Ausbildungskurs ging Tong Hongchao zurück in die Werkstatt, in der er drei Jahre lang als ein Mechaniker-Assistent gearbeitet hat. Jetzt bekommt er mehr Geld. Doch will Tong weiter sparen, um in der Zukunft ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Sein Können und sein Fleiß sollen ihm zu einem neuen Leben in der Stadt verhelfen, fügt er hinzu.

Im Vergleich zu der älteren Generation sorgen sich die jungen Wanderarbeiter mehr um ihre Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit über ihren Job.

Li Ying, ein anderer Arbeitsmigrant aus der Provinz Hebei, hat als Packer in einer Fabrik angefangen. Doch hat er sich später dazu entschlossen, den alten Job aufzugeben und das Friseurhandwerk zu erlernen.

„Bei Arbeitssuche sorgen wir uns mehr darum, ob wir den Job auch mögen. In einem Friseursalon fühle ich mich sehr wohl. Ich kann verschiedene Haarschnitte für meine Kunden entwerfen und dabei entspannte Musik hören. Wenn die Kunden mit meiner Arbeit zufrieden sind, habe ich das Gefühl, etwas sinnvolles getan zu haben."

Zhao Na sagt, die neue Generation von Wanderarbeitern will nicht mehr einen langweiligen Job unter schlechten Bedingungen und nur des Geldes wegen ausüben. Stattdessen wollen sie zum Teil der Stadt werden und ihre Träume verwirklichen.

Übersetzt von  Jörg Pensin

Gesprochen von  Li Yanping

Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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