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Studienabsolventen in China – Über den ständigen Wechsel von Berufseinsteigern
  2011-02-01 08:44:50  cri
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„Es ist normal, denke ich. Wenn Menschen mit ihrer Situation unzufrieden sind, suchen sie nach Veränderung."

Stephanie Xu, 28 Jahre alt, erlangte im Jahr 2004 ihren Studienabschluss. Mittlerweile übt sie ihren vierten Job aus.

„Als ich meinen Universitätsabschluss erlangte, hätte ich mir eine Plattform gewünscht, auf der ich meine Vorzüge und Fähigkeiten darbieten kann. Das wäre zu dieser Zeit wichtig für mich gewesen. Ich machte mir Gedanken darüber, ob das, was ich an der Universität gelernt hatte auch nützlich für einen Job sein könnte."

Sie sagt, sie mochte ihren ersten Job und dass sie ihre künftige Entwicklung in dieser Firma bereits hatte sehen können. Aber als sie mit neuen Ideen an ihren Chef herantrat, wurde ihr gesagt, dass die Firma keinerlei Änderungen vornehmen würde. Dazu sagt sie:

„Du willst der Firma helfen, sich zu verändern, aber es kann sich nichts ändern. Also zwingt dich diese Situation zu einer anderen Firma mit besseren Bedingungen zu gehen, die dir günstiger erscheinen."

Viele junge Leute sagen, wenn sie nach einem Job suchen, schauen sie im Vergleich zum Arbeitsumfeld und dem Gehalt in erster Linie nach Entwicklungsmöglichkeiten. Mittlerweile glauben sie auch daran, dass es wichtig ist, den Job zu mögen. Aber mögen sie ihren Job tatsächlich? Für viele lautet die Antwort „nein".

Winnie Wang, die ihren Universitätsabschluss 2005 erlangte, hat bereits für cirka fünf Jahre gearbeitet. Derzeit übt sie ihren zweiten Job aus.

„Für viele junge Leute ist es so, dass sie gar nicht genau wissen, worum es in ihrem Beruf eigentlich geht oder ob sie ihn mögen. Meine eigene Erfahrung bestätigt diese Situation. Nachdem ich mein Hochschulstudium abgeschlossen hatte, erhielt ich ein Jobangebot einer bekannten internationalen Firma. Ich dachte, ich muss es annehmen, da die Firma weltweit einen guten Ruf genießt. Aber nach 18 Monaten stellte ich fest, dass der Job nicht zu mir passte und es nicht das war, was ich gern machen wollte."

Wiennie sagt, dass heutzutage viele Hochschulabgänger keine Ahnung davon haben, was sie nach ihrem Abschluss machen möchten. Manche von ihnen sind der Meinung, dass es für die Langzeitkarriere besser ist, erst einen Job zu haben und dann zu schauen, was sie wirklich gern machen möchten. Schließlich sehen sie sich alle einem gewissen Druck ausgesetzt.

Für andere, die genau wissen, was sie gern tun möchten, verhält es sich so, dass sie direkt nach dem Studienabschluss nicht bekommen, was sie möchten. Aus diesem Grund akzeptieren die meisten von ihnen das Jobangebot, was sie erhalten und richten ihre Aufmerksamkeit in der Zwischenzeit auf andere Möglichkeiten. Cathy Hong weiß als Human Ressource Manager mehr darüber:

„Ich arbeite bereits seit mehreren Jahren im Bereich des Personalwesens. Wir haben herausgefunden, dass junge Leute seit vielen Jahren dazu tendieren, häufig ihren Job zu wechseln. Wir sind in der Regel umsichtiger, wenn wir Bewerbungen von jungen Leuten erhalten und wir suchen nach den Gründen, warum sie ihren Job gewechselt haben. Wir vermuten, dass Bewerber dem nachgegangen sind, was sie erwartet haben, das jedoch nicht eingetreten ist. Darüber hinaus machen wir uns Gedanken darüber, ob unser Angebot das bereithält, wonach sie suchen."

Cathy sagt, dass die Berufserfahrung von Studienabsolventen in den ersten vier bis fünf Jahren nach dem Studienabschluss die Grundlage für die Entwicklung ihrer Karriere in den nächsten 15 bis 20 Jahren darstellt. Wenn Personalabteilungen berücksichtigen, ob ein Bewerber qualifiziert ist, werden sie zunächst fragen, warum sie gerade diesen Job ausüben möchten. Das ist von äußerst großer Bedeutung für Personalrekruiter.

„Einige Leute bewerben sich für den Job, weil sich viele Leute für diese freie Stelle bewerben. Andere sagen, es ist aufgrund des hohen Gehalts oder weil die Position dem Bewerber einen hohen sozialen Status verleiht. Aber wen wir tatsächlich wollen, sind die, die auf lange Sicht betrachtet Karriere in dem Bereich machen wollen."

Darüber hinaus sagt Cathy, dass Personalrekruiter in der Regel erkennen, ob ein Bewerber über eine schnelle Auffassungsgabe verfügt.

Übersetzt von Silvia Palm

Gesprochen von  Huang Gang

Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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