Die Ukraine zählt zu den ersten Ländern, die ihre Teilnahme an der Shanghaier Expo zugesagt haben. Die Ukraine hat ebenfalls an der Expo 2000 in Hannover und 2005 im japanischen Aichi teilgenommen. Anders als zuvor hat die Ukraine auf der Shanghaier Expo seinen eigenen Pavillon.
Der ukrainische Botschafter in China, Jurij Kostenko, betont, der ukrainischen Regierung liege die Weltausstellung in Shanghai sehr am Herzen. Nachdem man zugesagt habe, sei schnell eine Vorbereitungskommission von Beamten, Bauexperten, Künstlern und Wissenschaftlern gegründet worden. Dabei war eine der Hauptaufgaben das Motto des ukrainischen Pavillons festzulegen. Man einigte sich schließlich auf: Die Stadt-aus dem Altertum zur Moderne. Botschafter Kostenko meint, das Motto passe gut zum Motto der Shanghaier Expo „Better City, Better Life"
„Die beiden Mottos haben die gleiche Bedeutung. Der Urbanisierungsprozess ist auch der Entwicklungsprozess der Menschheit. Die Menschheit hat dabei mehr und mehr Selbstbewusstsein gewonnen. Aber gleichzeitig treffen wir auf viele Fragen und Probleme, die etwa der Natur schaden. Deshalb wollen wir auf der Shanghaier Expo zeigen, wie die Ukraine bei der Entwicklung der Städte durch Wissenschaft und Technik diese Probleme überwindet."
Der ukrainische Pavillon befindet sich in der Zone der europäischen Staatspavillons. Die gelbe Außenfassade des 500 Quadratmeter großen Pavillons wird von einer riesigen mysteriösen Spirale dominiert. Im inneren des Pavillons wird die geschichtliche Entwicklung ukrainischer Städte durch Exponate, Bilder und neuesten 3D Projektionstechnologien gezeigt.
Man beginnt weit zurück in der Vergangenheit mit einer Präsentation der Tripolye-Kultur. Diese eigenständige osteuropäische Kultur aus der Jungsteinzeit befand sich am Mittellauf des Dneper-Flusses und existierte zwischen 4000 bis etwa 3000 Jahren vor unserer Zeitrechnung.
„Die Besucher können in unserem Pavillon etwas über den Entwicklungsprozess der Städte der Tripolye-Kultur erfahren. An den Wänden zeigen wir Bilder und Muster, die von den damaligen Menschen entworfen wurden. Vielleicht sind diese den chinesischen Besuchern bekannt, weil diese Muster denen aus der antiken chinesischen Yangshao-Kultur sehr ähnlich sind. Über die Verbindung zwischen den beiden Kulturen gibt es bereits Forschungsergebnisse, die möglicherweise noch auf der Expo veröffentlicht werden."
Im Bereich der modernen Stadtkultur zeigen drei große LCD-Bildschirme und 3D-Projektionen den Besuchern die modernen Städte der Ukraine.
Botschafter Yuriy Kostenko sagt, man zeige auch die Anstrengungen und Fortschritte der Ukraine im Zwischenspiel von Mensch und Natur.
„Wir werden durch eine Sonderausstellung die berühmte ukrainische Stadt Kamenets-Podolskiy vorstellen. Diese Stadt ist aufgrund des Zweiten Weltkriegs bekannt geworden. Die Stadt wurde damals nahezu völlig zerstört. Doch jetzt gibt es dort den größten Naturpark Europas mit wilden Tieren und Pflanzen, deren Schönheit alle Besucher beeindruckt."
Neben der Vorstellung der Geschichte der Stadtentwicklung können sich die Besucher im ukrainischen Pavillon auf viele Kulturveranstaltungen freuen. Besonders um den 24. August, den Nationentag der Ukraine, seien zahlreiche Veranstaltungen geplant, so Botschafter Kostenko.
„Wir haben viele ukrainische Volksensembles eingeladen. Jeder Besucher, der Lust hat, kann mit unseren Künstlern zusammen tanzen, malen oder sogar Keramiken herstellen. Sie können typische ukrainische Gerichte probieren. Natürlich bekommen sie auch Souvenirs. Jeder Besucher kann zur Erinnerung den Stempel des ukrainischen Pavillons auf sein Eintrittsticket, Fotos oder auf Postkarten drucken lassen."
Übersetzt von: Lü Xiqian
Gesprochen von: Lü Xiqian



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