Am Dienstag wurde der chinesische Staatspräsident Hu Jintao in Havanna von dem kubanischen Staatsratsvorsitzenden Raul Castro und dem Ersten Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas Fidel Castro zu Gesprächen empfangen.
Bei seinem Treffen mit Raul Castro sagte Hu Jintao, Kuba habe als erstes Land Lateinamerikas diplomatische Beziehungen mit China aufgenommen. Seit Aufnahme der diplomatischen Beziehungen hätten sich die bilateralen Beziehungen zwischen China und Kuba reibungslos und erfolgreich entwickelt. Die langfristige freundschaftliche Kooperation beider Länder entspreche nicht nur den Erfordernissen der gegenwärtigen internationalen Situation, sondern sei auch der gemeinsame Wunsch beider Regierungen und Völker.
Hu Jintao unterbreitete Raul Castro seine Vorschläge zur Weiterentwicklung der bilateralen Beziehungen. In erster Linie sollen die Kontakte auf höchster Ebene gepflegt und die wirtschaftliche Zusammenarbeit vertieft werden. Auch der Austausch und die Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Sport und Gesundheit sollen ausgebaut werden. Daneben forderte Hu Jintao seinen kubanischen Amtskollegen auf, sich gemeinsam für die gerechten Interessen der Entwicklungsländer einzusetzen.
Bei seinem Treffen mit Fidel Castro erklärte Hu Jintao, das chinesische Volk werde den gerechten Kampf des kubanischen Volkes zur Wahrung der nationalen Souveränität und gegen die Intervention von außen weiterhin unterstützen. China unterstütze die sozialistische Sache in Kuba entschieden und werde Kuba im Rahmen seiner Möglichkeiten helfen.
Die wichtigsten Medienanstalten Kubas haben den Staatsbesuch von Hu Jintao in Kuba gewürdigt. Das Organ der Kommunistischen Partei Kubas, "Granma", meinte beispielsweise in seiner Montagsausgabe, der Staatsbesuch von Hu Jintao auf Kuba sei Ausdruck der guten Beziehungen zwischen den beiden Parteien und Ländern. "Prensa Latina" und "Radio Reloj" sahen im Kuba-Besuch von Hu Jintao ein Symbol für die tiefe Freundschaft zwischen den beiden Völkern.