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Cai Lun
  2005-11-03 10:31:51  cri
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Wie Sie wissen, wurde in China die Papierherstellung erfunden. Die Herstellung von Papier gehört zusammen mit der Erfindung des Schießpulvers, des Kompass und der Kunst des Buchdrucks zu den vier großen antiken Erfindungen Chinas. Der erste, der die Technik des Papiermachens beherrschte, war der Chinese Cai Lun. Im Jahr 105 unserer Zeitrechnung stellte er auf der Basis von Rinde, abgetragenen Stoffen und Fischernetzen Papier her.

Im chinesischen Altertum wurde Notizen in Schildkrötenpanzer, Tierknochen, Bambus, Holztafeln und Steinplatten eingraviert. Die Orakelknocheninschrift ist der Vorläufer der chinesischen Schriftzeichen. Bei den Orakelknocheninschriften wurden Schriftzeichen in Schildkrötenpanzer, Tierknochen oder Bronzewaren eingraviert. Die bislang ausgegrabenen Schildkrötenpanzer und Tierknochen mit Inschriften sind rund 3000 Jahre alt. Im chinesischen Altertum wurden häufig Bambus- und Holztafeln zum Schreiben benutzt. Auch Seide war eine Alternative, galt jedoch als Privileg der kaiserlichen Familie und anderer Adliger.

Die früheste Form von Papier entstand während der Han-Dynastie im ersten Jahrhundert v. u. Z. Dieses Papier bestand aus Seide und Bauwolle. Da die Papierherstellung technologisch komplex und deswegen teuer war, war Papier kaum in Gebrauch. Es war der Hofbeamte Cai Lun, der schließlich einen Durchbruch bei der Papierherstellung erzielte.

Cai Lun wurde im Jahr 61 in einer bäuerlichen Familie geboren. Mit 14 Jahren trat er in den Dienst des Han-Kaisers ein und war dann lange Zeit als ranghoher Hofbeamter tätig. Er begann, Alternativen zu den gängigen aber teuren und unpraktischen Schreibmaterialien aus Seide oder Bambus zu entwickeln.

Aufbauend auf den Erfahrungen seiner Vorfahren versuchte Cai Lun aus Baumrinde, Hanffetzen, gebrauchten Baumwollstoffen und Fischernetzen Papier herzustellen. Er zerrieb zunächst die Rohstoffe und warf sie dann ins Wasserbad. Nachdem die Rohstoffe lange im Wasser eingeweicht wurden, wurden sie zerstoßen und zerstampft, bis feine Fasern einen dünnflüssigen Brei bildeten. Der Papierbrei wurde anschließend gedämpft und gekocht. Dann wurde eine dünne Schicht des Papierbreis aus aufgeschlossenen Pflanzenfasern mit Hilfe eines Siebes entwässert. Das war die erste Stufe der Papierherstellung. Dann folgte der letzte Arbeitsgang, in dem das Papier an der Sonne getrocknet wurde. Papier, das auf diese Weise produziert wird, ist leicht und dünn und eignet sich gut zum Schreiben. Cai Lun präsentierte dem Kaiser sein Papier und das Verfahren zu seiner Herstellung und wurde vom Kaiser belohnt. Die Technik der Papierherstellung verbreitete sich landesweit und das Papier wurde sogar nach seinem Erfinder Cai benannt.

80 Jahre nach Cai Luns Tod, immer noch in der Han-Dynastie, machte ein anderer Papierhersteller Zuo Bo von sich reden. Das von ihm entwickelte Papier war fein und fest und die Dicke war gleichmäßig. Bis zum 3. und 4. Jahrhundert ersetzte das Papier Bambus- und Holztafeln bzw. Seide und stellte ab dann das einzige Schreibmaterial in China dar.

Der Hofbeamte Cai Lun war allerdings vielseitig talentiert. Er hat nicht nur die Technik der Papierherstellung verbessert, sondern auch im Bereich der Metallurgie und dem Maschinenbau seiner Zeit eine wichtige Rolle gespielt.

Forum Meinungen
• mengyingbo schrieb "Leben in Changshu"
seit etwas über einer Woche ist nun Changshu 常熟 in der Provinz Jiangsu 江苏 meine neue Heimat - zumindest erstmal für rund 2 Jahre.Changshu (übersetzt etwa: Stadt der langen Ernte) liegt ungefähr 100 km westlich von Shanghai und hat rund 2 Millionen Einwohner, ist also nur eine mittelgroße Stadt.Es gibt hier einen ca. 200m hohen Berg, den Yushan 虞山 und einen See, den Shanghu 尚湖...
• Ralf63 schrieb "Korea"
Eine schöne Analyse ist das, die Volker20 uns hier vorgestellt hat. Irgendwie habe ich nicht genügend Kenntnisse der Details, um da noch mehr zum Thema beitragen zu können. Hier aber noch einige Punkte, welche mir wichtig erscheinen:Ein riesiges Problem ist die Stationierung von Soldaten der USA-Armee in Südkorea...
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